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Duisburg
Rudi Gall singt Lieder von Stephan Sulke

Duisburg: Rudi Gall singt Lieder von Stephan Sulke
Rudi Gall verlegt seinen musikalischen Standort nach Baden-Württemberg. Am 9. Dezember erscheint seine neue CD. FOTO: HH Bergmann
Duisburg. Der Duisburger Musikmacher veröffentlicht eine CD und verabschiedet sich zugleich (vorläufig) aus Duisburg. Von Olaf Reifegerste

Rudi Gall, kreativer und umtriebiger Musikmacher aus Duisburg, verabschiedet sich auf unbestimmte Zeit von der hiesigen Livekonzert-Bühne, da er seinen musikalischen Standort nach Baden-Württemberg verlegen wird. Am 3. Dezember wird er daher im Ruhrorter Gemeindehaus mit einem Knaller-Konzert "leise Servus" sagen. Dazu hat er sich drei "Konsorten" - wie er "liebevoll" seine Bühnengäste nennt - eingeladen, darunter die beiden Singer-Songwriterinnen Jule Malischke aus Dresden und Andrea Frahn aus Hamburg sowie den legendären Sebel, der unter anderem als Multiinstrumentalist der Stoppok-Band bundesweit bekannt wurde und der in Ruhrort Songs aus seinem neuen "Album vom Alleine sein" präsentieren wird. Um 20 Uhr wird es losgehen. Doch danach soll es ruhig um Rudi Gall in Duisburg und seine zahlreichen Projekte werden - wirklich?

Nicht ganz, denn am 9. Dezember erscheint im Vertrieb "Seven Us" seine neue CD unter dem Titel "Gall singt Sulke Vol. 1" auf dem Sulke-Label "HEDUDA! Records". Eine Songauskopplung aus dem Album ist mit der Vorab-Single "Uschi" aber bereits erschienen, arrangiert und eingespielt von dem Duisburger Pianisten Daniel Sok und Rudi Gall. In der aktuellen Hitparade des Mitteldeutschen Rundfunks ist der Titel inzwischen seit vier Wochen ununterbrochen dabei und belegt derzeit sogar Platz eins. Auch ein "YouTube"-Video zu "Uschi" kursiert schon im Netz ("https://www.youtube.com/watch?v=D5IZvn_1Cbo"). Neben Rudi Gall als Mitwirkenden sind darauf auch Kordula "Coco" Voß, Sängerin der Heilig-A-Band, als "Uschi" und Stephan Sulke als "Entfernter Bekannter" zu sehen.

Promotet wird das ganze Unternehmen "Gall singt Sulke" vom renommierten Musikmanager Hans Derer, der seinerzeit bei der deutschen Plattenfirma "Intercord" neben Sulke noch weitere nationale und internationale Musikgrößen äußerst erfolgreich beworben hat, darunter Herbert Grönemeyer, Reinhard Mey, PUR und André Heller sowie Depeche Mode, Moby und Nick Cave.

Neben dem "Uschi"-Song folgen noch elf weitere Titel mit einer Gesamtspielzeit von rund 46 Minuten, einige davon sind nah am Original dran, andere hingegen weit davon entfernt. Viele Lieder sind allgemein bekannt, sowohl musikalisch als auch textlich. Dazu zählen "Ulla", "Du machst mir noch mein Herz kaputt", "He Du Da", "Lotte" und natürlich "Uschi". Die von Gall neu interpretierten, neu arrangierten und neu aufgenommenen Songs stammen alle von frühen Alben von Sulke. Dieser wiederum hat es sich nicht nehmen lassen, sowohl bei der ausgekoppelten Single als auch bei vier weiteren Titeln als Sänger und/oder Keyboarder mitzuwirken. Gemischt und gemastert wurde die CD von Sven "Samson" Geiger, der unter anderem auch für Stoppok und die Fantastischen Vier arbeitet. Bei der Produktion mitgewirkt haben einschließlich Gall und Sulke insgesamt 16 Musiker und Musikerinnen.

Was neben einer äußerst gelungenen CD-Neuerscheinung bleibt, ist die Hoffnung, dass aus Galls unbestimmten Abschied am 3. Dezember in Ruhrort vielleicht doch "nur" ein Dankeschön wird, weil es in dem gleichnamigen Lied von Peter Alexander nämlich heißt: "...wenn wir auch auseinandergehn, bald gibt`s ein Wiedersehn ..." Und so steht hoffnungsvoll zu vermuten, dass aus der "Gall singt Sulke Vol. 1" demnächst eine "Gall singt Sulke Vol. 2" auf dem Markt erscheint. Das könnte gefallen.

Doch wer nun weder auf sein vermeintliches Abschiedskonzert am 3. Dezember noch auf die CD-Neuerscheinung am 9. Dezember warten will oder kann, dem sei der kommende Samstag, 19. November um 20 Uhr empfohlen, wo Gall zusammen mit Sascha Kühn (Piano) und Susanne Riemer (Trompete/Flügelhorn/Euphonium) zu einer öffentlichen Probe von "Gall singt Sulke" in den Heimathafen der Christengemeinde, Landwehrstraße 55 nach Ruhrort einlädt.

Der Eintritt ist frei und Galls Zielgerade wird immer belebter - und das ist gut so.

Quelle: RP
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