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Duisburg
"Ruhrort.2010" zu den Akzenten

Duisburg ist jetzt Hafen der Kulturhauptstadt
Duisburg ist jetzt Hafen der Kulturhauptstadt FOTO: Probst
Duisburg. Unter dem Motto "Hafen der Kulturhauptstadt" zeigt Duisburg beim Kulturhauptstadtjahr Flagge. Fritz Pleitgen, Kulturhauptstadt-Geschäftsführer und 1938 in Duisburg geboren, lobt allerorten das vielfältige Programm, das die Stadt auf die Beine gestellt hat. Von Peter Klucken

Pleitgen ließ es sich trotz seines engen Terminplans nicht nehmen, gestern zur großen Akzente-Pressekonferenz zu kommen. Der Grund: Das Traditionsfestival und die Duisburger Local-Hero-Woche für das Kulturhauptstadtjahr werden miteinander verknüpft.

Ruhrort wird zur Bühne

Passend zum Hafen-Motto wird vom 21. Mai bis zum 6. Juni der Hafenstadtteil Ruhrort gewissermaßen zu einer einzigen Bühne. Sowohl in etablierten Orten, als auch in leerstehenden Ladenlokalen oder auf Schiffen gibt es in dieser Zeit ein Angebot von 40 größeren, häufig mehrtägigen Projekten und rund 100 Einzelveranstaltungen. Höhepunkt ist natürlich der Auftakt am 21. Mai.

Auf der Mercator-Insel, die zurzeit als Kulturinsel für 15 Millionen Euro neu gestaltet wird (90 Prozent bezahlt das Land), werden zu der bildmächtigen Performance der spanisch-katalanischen Theatergruppe "La Fura dels Baus" Zehntausende Besucher erwartet (die RP berichtete).

Bis zum 21. Mai wird auch der Treppenbau, der einen Zugang von der Friedrich-Ebert-Brücke zur Mercator-Insel schafft, fertig sein. Das Unternehmen Haniel, Hauptsponsor im Kulturhauptstadtjahr, gab auch hierfür das Geld. Franz M. Haniel hat im Übrigen die Schirmherrschaft über die Duisburger Local-Hero-Woche übernommen.

Spannend und überraschend werden die diesjährigen Akzente aber nicht nur durch Großproduktionen, sondern durch die vielen, oftmals höchst originellen Beiträge an ebenso originellen Orten.

So wird beispielsweise das Regie-Duo Jennifer Whigham und Jens Kerbel eine Bühnenfassung von Aki Kaurismäkis "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" in der ehemaligen Taxizentrale an der Luisenstraße 30 zeigen. Der Regisseur Johannes Lepper inszeniert auf den Museumsschiffen "Oscar Huber" und "Minden" das Stück "Ghost of Chance" (nach Motiven aus Shakespeares "King Lear" und Tschechows "Schwanengesang"). Eine Inszenierung von Silvia Kaffkes Ruhrort-Roman "Das rote Licht des Mondes" wird als Stationen-Theater gezeigt (Treffpunkt ist der Ruhrorter Friedhof).

Yachtfahrren

Der Berufsfotograf und Freizeitkapitän Rolf Köppen lädt kleinere Besuchergruppen zu allabendlichen Fahrten auf seiner kleinen Yacht ein, die an Orte schippert, die man bei Hafenrundfahrten nicht ansteuern kann. Das vollständige Programmheft erscheint kurz nach Ostern. Die Termine findet man bereits heute im Internet unter www.duisburger-akzente.de

Karten für einige Akzente-Veranstaltungen, bei denen die Besucherzahl stark beschränkt sind, gibt es zum Teil nur in der Ruhrorter Lottoannahmestelle Grafen, Weinhagen 21/ Ecke Harmoniestraeß,Tel. 0203 86 125. Ansonsten gibt es Karten im neuen Welcome-Center im CityPalais.

Quelle: RP
 
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