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Duisburg
Ruhrorter Brückenzug stockt

Duisburg. Der Ausbau verzögert sich, weil Geld des Verkehrsverbundes fehlt.

Die Planungen für den Neubau der Rheinbrücke Neuenkamp laufen auf Hochtouren. Die Projekte zur Erreichbarkeit des Ruhrorter Hafens sind aber dagegen ins Stocken geraten, kritisiert die IHK. Der Karl-Lehr-Brückenzug gilt als die Schlagader der Logistikdrehscheibe. Über die fünf Brücken erreichen täglich mehr als 3500 Lkw Unternehmen, Verladestellen und Terminals im Hafengebiet.

Vor fünf Jahren wurde mit dem Neubau der ersten Brücke begonnen. Ab dem Sommer muss die Befahrbarkeit des Brückenzugs wohl auf einen Fahrstreifen je Richtung eingeschränkt werden.

Das Projekt zählt mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro zu den teuersten kommunalen Verkehrsprojekten in NRW. Die Stadt Duisburg hat ihren Eigenanteil bereits finanziert.

Grund der Verzögerung: Da der Brückenzug von einer Straßenbahn befahren wird, müssen auch Schienen und Signalanlagen erneuert werden. Hierbei ist die Stadt auf Zuschüsse aus ÖPNV-Mitteln des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) angewiesen. Diese Zusagen - es geht um rund 35 Millionen Euro - liegen laut IHK aber bis heute nicht vor.

Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der IHK, fordert eine zügige Lösung von der "Stadt, der DVG und dem VRR. Es muss das Ziel sein", so Dietzfelbinger, "dass der Ruhrorter Brückenzug deutlich vor dem Neubau der A 59-Brücke über den Hafen saniert ist. 2020 halten wir angesichts der aktuellen Probleme für zu spät."

(R.K.)
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