| 16.14 Uhr

Explosion im Duisburger Hafen
Spezialschiff soll Wrackteile bergen

Schiffsexplosion in Duisburg: Bergung der Wrackteile gerät ins Stocken
Die Bergung der Wrackteile der "Julius Rütgers" gestaltet sich schwierig. FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Nach der Explosion auf dem Tankschiff "Julius Rütgers" im Duisburger Hafen sind die Ermittlungen der Polizei ins Stocken geraten. Die Bergung von Wrackteilen im Wasser war bislang nicht erfolgreich. Nun haben die Ermittler ein Spezialschiff aus Bingen angefordert. Von Urs Lamm

Bei der Explosion des Schiffs am Morgen des 31. März sind Metallteile von Deck über Bord gegangen. Die Teile könnten Rückschlüsse auf die immer noch unklare Ursache des Unglücks liefern, so die Hoffnung der Polizei. Jedoch gestaltet sich die Bergung schwierig. Am Dienstag und am Mittwoch scheiterten Bergungsversuche mit dem Tauchglockenschiff "Carl Straat". 

Die Ermittler haben nun ein noch größeres Schiff angefordert. Aus dem rheinland-pfälzischen Bingen startet am Mittwoch der "Hebebock Ajax" nach Duisburg. Das 47 Meter lange und gut elf Meter breite Kranschiff ist auf die Bergung von Schifffahrtshindernissen spezialisiert. Es hat eine Hebeleistung von 100 Tonnen. "Das Schiff wird am späten Donnerstagnachmittag in Duisburg erwartet. Am Freitag soll dann der Einsatz sein", sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage.

Nach Schiffsexplosion: Taucher suchen nach drittem Todesopfer FOTO: Arnulf Stoffel

Bei der Explosion waren zwei Werftarbeiter mehrere Hundert Meter an Land geschleudert worden. Beide starben. Taucher, das Technische Hilfswerk und eine Rettungshundestaffel mit vier Leichensuchhunden hatten nach dem Unfall intensiv nach einem dritten Werftarbeiter gesucht. Der Mann wird noch noch immer vermisst. Die Ermittler gehen davon aus, dass auch er den Unfall nicht überlebt hat. Die Suche wurde eingestellt.

 

Tote bei Explosion im Hafen Duisburg FOTO: Christoph Reichwein

 

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