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Hotelschiff rammt Brückenpfeiler
Havarie der "Swiss Crystal" bei Duisburg - das sagt die Reederei

Der Tag nach der Schiffs-Havarie in Duisburg
Der Tag nach der Schiffs-Havarie in Duisburg FOTO: dpa, rwe fgj
Duisburg. Nach dem Schiffsunglück bei Duisburg befinden sich die Passagiere nach Angaben der Reederei auf dem Weg nach Hause. Warum das Hotelschiff mit dem Brückenpfeiler kollidierte, ist nach wie vor unklar. Von Dana Schülbe

Am letzten Abend der Schiffsrundfahrt geschah das Unglück: Die "Swiss Crystal" rammte am späten Dienstagabend auf dem Rhein einen Brückenpfeiler der A42. Dabei wurden nach Polizeiangaben 25 Menschen verletzt. Das Schiff war am 22. Dezember vom niederländischen Arnhem aus zu einer Reise nach Koblenz gestartet und sollte an diesem Mittwoch wieder in Arnhem einlaufen.

Die Schweizer Reederei Scylla steht nach eigenen Angaben seit dem Unglück in ständigem Kontakt mit der Schifffahrtsbehörde und der Polizei. "Wir warten jetzt, wann das Schiff freigegeben wird", sagt Manuela van Zelst von der Reederei am Morgen unserer Redaktion. Sobald dies der Fall ist, soll es für die Reparatur in eine Werft in den Niederlanden gebracht werden.

Duisburg: Hotelschiff Swiss Crystal rammt Brückenpfeiler auf dem Rhein

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, dazu konnte van Zelst am Vormittag keine Angaben machen. "Die Ursache des Unfalles sowie Personalien sind Bestandteil von Untersuchungen", heißt es in einer Mitteilung vom Mittag. Normalerweise steht der Brückenpfeiler bei Niedrigwasser an Land, am Dienstagabend allerdings wegen des erhöhten Pegels (5,68 Meter) im Wasser. Den genauen Hergang der Havarie sollen nun Experten der Schiffuntersuchungskommission des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) ermitteln. 

An Bord des Schiffes befanden sich laut Reederei zum Unglückszeitpunkt 101 Gäste, zwei Reiseleiter und 26 Crewmitglieder. Insgesamt sind bei dem Unglück den Angaben der Reederei zufolge 26 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder verletzt worden. Die Feuerwehr sprach bislang von insgesamt 25 verletzten Personen.

Vier Personen seien direkt nach dem Unglück ins Krankenhaus gebracht worden. Acht weitere hätten sich später zur Kontrolle in die Klinik begeben und dies dem Unternehmen gemeldet. Derzeit befänden sich noch zwei Passagiere und ein Besatzungsmitglied in ärztlicher Behandlung, hieß es am Mittag vonseiten der Reederei.

Die Reisenden wurden laut van Zelst am Morgen mit Bussen zurück in die Niederlande gebracht. "Der letzte Bus ist am Vormittag losgefahren", sagt van Zelst. Einige Passagiere hätten die Nacht auf dem Schwesterschiff MS Swiss Diamond verbracht, andere seien bereits zu dieser Zeit nach Hause gefahren.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes stand, an Bord befänden sich 102 Passagiere, zwei Reiseleiter und 25 Crewmitglieder. Diese Angaben der Reederei vom Morgen hat das Unternehmen inzwischen korrigiert. Zudem hieß es am Morgen, inzwischen seien alle Gäste aus dem Krankenhaus entlassen worden, auch das korrigierte die Reederei am frühen Nachmittag.

 
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