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Duisburg
Schimanskis Erbe heißt Theo Bosman

Duisburg: Schimanskis Erbe heißt Theo Bosman
Das "Zum Hübi" war gut besucht bei der Vorstellung. FOTO: Peter Jacques
Duisburg. Das Autorenduo Arnd Rüskamp und Dagmar Maria Troschka stellte in der vollbesetzten Ruhrorter Kneipe "Zum Hübi" den Stadtteilkrimi "Tod auf der Kohleinsel" zum ersten Mal öffentlich vor. Die Zuhörer waren begeistert. Von Olaf Reifegerste

Proppenvoll war dieser Tage die Kneipe "Zum Hübi" auf der Ruhrorter Hafenpromenade bei der Premierenlesung und Buchvorstellung des neuesten Stadtteilkrimis "Tod auf der Kohleninsel". Der Ruhrorter Bürgerverein hatte das Autorenduo Arnd Rüskamp und Dagmar Maria Troschka dazu eingeladen - und viele Literatur- und Hafenviertelfans kamen und waren begeistert.

Es sei auch eine Premiere für den Bürgerverein, sagte dessen Vorsitzender Dirk Grotstollen, dass dieser eine Buchvorstellung veranstalte. "Dieser Kriminalroman, der in Ruhrort spielt, muss seine Premierenlesung hier erleben, noch dazu, wenn die Stammkneipe des Protagonisten Theo Bosman der 'Hübi' ist."

Ruhrort ist schon seit Jahren Dreh- und Handlungsort für Krimis, darunter als Ermittler der wohl bekannteste, Hauptkommissar Schimanski (ARD-Tatort), aber auch Commissar Borghoff (Autorin Silvia Kaffke), Kommissar Pielkötter (Autorin Irene Scharenberg) und eben jetzt der Duisburger Ex-Polizist Theo Bosman. Und so wie bei Schimanski die eine oder andere Leiche im Alten Werfthafen gefunden wurde, ist es in "Tod auf der Kohleninsel" die Betreiberin des beliebten Ruhrorter Kult-Kiosks "KuKi" auf dem Neumarkt, die ermordet wird. Mit einer Plastiktüte erstickt wird sie vom Sohn des Ermittlers auf der Kohleninsel gefunden.

Das Autorenduo Dagmar Maria Troschka und Arnd Rüskamp bei seiner Buchvorstellung und Premierenlesung in der Hafenkneipe "Zum Hübi". FOTO: Peter Jacques

Atmosphärisch heißt es dazu im Roman: "Sein Blick schweifte über das Heck des Museumsdampfers 'Oskar Huber' (Anmerkung: Oskar wird im Original aber mit 'c' geschrieben - Oscar Huber) im Hafenbecken, dann über die Speditionsinsel (Anmerkung: die heißt heute Mercatorinsel) hinweg auf den Rhein. Theo Bosman fühlte sich noch immer benommen. Sein Sohn hatte eine Leiche gefunden."

An Theos Seite assistiert ihm die kellnernde Anwältin Betty Harmes, der Bosman nicht nur als Ermittler gut gefällt. Gemeinsam ermitteln sie auf eigene Faust: Zwischen A 40 und Schimmi-Gasse, zwischen Rhein und Ruhr wollen sie dem Mörder auf die Spur kommen. Die Lösung des Falls geschieht aber in Amsterdam, und zwar ganz anders als angenommen.

Auch wenn die Handlung und die Personen in dem realen Spielort frei erfunden sind, eine Fiktion am Schluss des Buches wird für die Ruhrorter demnächst Wirklichkeit: Der Ruhrorter Bürgerverein veranstaltet nämlich am Samstag, 8. Juli ab 20 Uhr auf der Mühlenweide den ersten Ruhrorter Tangosommer. Parallel dazu heißt es im Roman: "Dein Sohn hat Tango tanzen gelernt. In vier Wochen findet auf der Mühlenweide direkt am Rhein der erste Ruhrorter Tango-Sommer statt. In Buenos Aires tanzen ihn die Menschen auf der Straße. Warum nicht auch bei uns?" Und Dirk Grotstollen fügt dem real hinzu: "Wer am besagten 8. nicht nur dabei sein will, sondern mittendrin, kann vorher ab 18 Uhr an einem Workshop teilnehmen und ein paar Tango-Argentino-Tanzschritte einüben."

Info: Arnd Rüskamp und Dagmar Maria Toschka: Tod auf der Kohleninsel - Ruhr Krimi. Broschur, 13,5 x 20,5 cm, 224 Seiten, ISBN 978-3-7408-0075-8, 10,90 Euro. Soeben erschienen im Emons Verlag, Köln (2017). Ortsbezogen erhältlich bei W. an der Heiden, Inhaberin Mieja Majer, Bergiusstraße 18-20, 47119 Duisburg-Ruhrort, Telefon 0203-82769 oder "mailto:w.an-der-heiden@t-online.de"

Quelle: RP
 
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