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Duisburg
Schulleiter warnt Eltern vor "schwarzem Mann"

Duisburg. In der Nähe der Erich-Kästner Gesamtschule in Homberg soll sich ein Unbekannter in den vergangenen Tagen Schülerinnen genähert haben. Das geht aus einem Brief der Schulleitung an die Eltern hervor, der gestern bei Facebook die Runde machte. Demnach seien in den vergangenen Wochen Schüler wiederholt von einem schwarz gekleideten Mann in einem dunklen Nissan verfolgt worden. Einige Schülerinnen sollen von dem Unbekannten auch angesprochen worden sein.

In dem Schreiben werden den Schülern einige Verhaltensregeln für die kommenden Tage mit auf den Weg gegeben. So empfiehlt die Schulleitung den Kindern unter anderem, in Gruppen nach Hause zu gehen. Darüber hinaus sollen sie sich nicht von fremden Personen ansprechen lassen und die Polizei informieren, wenn ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt. Die Polizeiwache in Homberg ist über den Fall informiert.

Das Schulsekretariat bestätigte unserer Redaktion gestern die Echtheit des Schreibens. Schulleiter Günther Terjung sah sich bis zum Abend wegen seines vollen Terminkalenders aber nicht zu einer Stellungnahme in der Lage.

Die Polizei hat regelmäßig mit Meldungen wie dieser zu tun. "Das kommt schon häufiger vor", sagt Polizeisprecher Ramon van der Maat. "Auf jeden Fall mehrmals im Jahr." Ein Grund zur Beunruhigung sei das zunächst aber nicht. "Die Erfahrung zeigt, dass an diesen Geschichten meist nichts dran ist." Aus den vergangenen zehn Jahren sei ihm jedenfalls nicht ein Fall bekannt, bei dem die Polizei in Duisburg tatsächlich hätte aktiv werden müssen. "Sie können sich aber sicher sein", so van der Maat weiter, "dass wir jeden dieser Fälle genau überprüfen. Und sollten wir tatsächlich Grund zu der Annahme haben, dass Kinder gefährdet sind, werden wir zur Stelle sein."

(th)
 
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