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Duisburg
Schulleitung empört über Auftritt der Bezirksregierung

Duisburg. Die Schulleitung der Einrichtung für Wirtschaft an der Gabelsberger Straße hat einen geharnischten Brief an die Bezirksregierung geschickt und beschwert sich drin über das Auftreten von Mitarbeitern der Behörde, die "auf ihrem Recht bestehend" mit in einen Klassenraum gegangen seien und dort Schülern Fragen gestellt hätten, "die unserer Meinung nach eindeutig fehl am Platz waren", heißt es in dem Brief, der der Redaktion gestern Abend vorlag. Unter anderem hätten sie beantworten sollen, warum sie gerade zu dieser und nicht zu einer anderen Schule gehen würden. "Unsere Schüler wurden dadurch sehr verunsichert, dass der Eindruck vermittelt wurde, es gäbe diese Wahlfreiheit nicht und sie hätten somit einen Fehler begangen und zeigten in der Folge stark verunsichertes Verhalten", heißt es in dem von der Schulleitung unterzeichneten Brief.

Weiterhin seien diskriminierende Bemerkungen gegenüber polnischen Schülern gefallen, weil deren Namen schwer auszusprechen bzw. aufzuschreiben seien. Ein Schüler sei, als er seinen polnischen Namen nannte, gefragt worden, ob er denn überhaupt deutsch könne. "Aussagen wie ,Wir sind hier in Deutschland und hier wird deutsch und nicht polnisch gesprochen' würde ich eher von rassistisch veranlagten Personen und nicht von Mitarbeitern der Bezirksregierung erwarten", so die Schulleitung. Beim Rundgang "wurden wir außerdem mehrfach mit dem Vorwurf konfrontiert, illegale Einwanderer bei uns untergebracht zu haben", heißt es in der Beschwerde der Schule.

Quelle: RP
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