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Duisburg
"Schwebende" Drahtobjekte an der Goldstraße

Duisburg. Eine Plastik, die einen halben Meter über einem ansonsten leeren Sockel zu schweben scheint, sieht man selten. Das ist einer der Höhepunkte der Ausstellung "(Raum)" von Manfred Wendel, die jetzt noch bis zum 16. Juli in der Galerie im Künstler- und Atelierhaus der Stadt Duisburg an der Goldstraße 15 zu sehen ist. Von Ingo Hoddick

Raum ist für den Menschen ja nur wahrnehmbar, wenn er Bezugspunkte hat. Beim Zeichnen erfassen wir in der Regel den Umriss und nehmen die Fläche zwischen den Linien als umrandeten Gegenstand wahr. Dass man auch mit Draht dreidimensional zeichnen kann, kennt man schon von Alexander Calder aus dem vorigen Jahrhundert. Da knüpfen die mehr oder weniger filigranen Drahtplastiken von Manfred Wendel an, die keine vorgegebene Standfläche haben, vielmehr sollen die Raumzeichungen durch wechselnde Hängung und Stellung in Bewegung gehalten werden, damit der Betrachter seine eigene Raumwahrnehmung reflektieren kann. Jedes der 28 Exemplare an der Goldstraße zeigt eine andere Variante, zumal einige davon an kaum sichtbaren Fäden aufgehängt sind.

Geboren (1965) und aufgewachsen ist Manfred Wendel in Mülheim an der Ruhr, er studierte auf Lehramt, nämlich Kunst an der Folkwangschule Essen und Geographie an der Universität Duisburg. Seit 1998 arbeitet er als Kunstlehrer an Gymnasien im Westerwald. Wie üblich, hat einer der Goldstraßen-Künstler die Patenschaft auch für diese Ausstellung übernommen, in diesem Fall ist es Michael Kiefer, den auch unser Bild zeigt.

Eröffnet wird die sehenswerte Schau am heutigen Freitag, 23. Juni, um 19.30 Uhr. Geöffnet ist sie dann bei freiem Eintritt am kommenden Sonntag, 25. Juni, von 12 bis 16 Uhr, später nach telefonischer Vereinbarung unter 0203 27277.

Eine Finissage beendet den "(Raum)" dann am Sonntag, 16. Juli, von 16 bis 17.30 Uhr.

Quelle: RP
 
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