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Duisburg
Sebastianer ohne Nachwuchssorgen

Duisburg: Sebastianer ohne Nachwuchssorgen
Angesichts der herrschenden Temperaturen durften die Sebastianer Jungschützen ihre Uniformjacken auch schon mal ablegen. Das Huckinger Schützenfest geht heute weiter, unter anderem auch mit dem Vogelschießen. FOTO: Andreas PRobst
Duisburg. Die Huckinger St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft konnte sich über das Wetter nicht beklagen. Beim letzten Schützenfest fand der samstägliche feierliche Zapfenstreich noch bei strömenden Regen statt - diesmal war's anders. Von Volker Poley

Diesmal durfte die Huckinger Bruderschaft, die alten Dokumenten zur Folge bereits seit dem Jahr 1678 - als "Schutz- und Krankenlade" damals eine Art kirchlicher Sozialeinrichtung - existiert, und somit eine der ältesten im Rheinland ist, bei hochsommerlichen Temperaturen feiern. Und zu feiern gab es diesmal einiges bei den Sankt-Sebastianern. Vor 60 Jahren gründete sich die Jungschützenabteilung, die bis zum heutigen Tag immer wieder für ausreichenden Schützen-Nachschub sorgt und die derzeit auf mehr als 30 Mitglieder verweisen kann. "Nachwuchssorgen haben wir nicht, durch unsere Jugendarbeit wachsen immer wieder Leute nach", berichtet Holger Arend, der 2. Vorsitzende der Bruderschaft.

Ganz frisch hat sich mit der Rochuskompanie eine weitere Gruppierung innerhalb der Huckinger Bruderschaft gebildet, die als "Mischkompanie" aus den älteren Jungschützen und einer beachtlichen Zahl von "Schützenmädeln" besteht, die in ihren schicken Dirndln schon ein echter Hingucker waren. Holger Arend erwähnte noch ein weiteres Jubiläum: "Seit 50 Jahren feiern wir mittlerweile unser Schützenfest auf dem Festplatz ´Im Ährenfeld´." Bis 1965 feierte man in der Gaststätte Verkoyen, dem heutigen Balkanhof. Der traditionell soziale Bezug ist auch bei den Huckinger Schützen besonders stark ausgeprägt. Zum Malteser-Krankenhaus St. Anna gibt es schon eine ganz besondere Verbindung. "Der damalige Krankenhausseelsorger Theo Sengers war viele Jahre unser Präses", erläuterte der Bruderschafts-Vize. Seit dieser Zeit gibt es jeweils zum Schützenfest am Sonntagmorgen am Krankenhaus ein Ständchen. Als vor zwei Jahren Schwester Christiane nachfragte, ob der traditionelle Zapfenstreich vielleicht einmal im Innenhof des St.- Anna-Krankenhauses abgehalten werden konnte, waren die Huckinger Schützen sofort einverstanden. Daraus könnte nun eine Dauerlösung werden, denn der weiträumige Platz ist laut Holger Arend "schon ideal und für das feierliche Zeremoniell hervorragend geeignet". Dass Schützen trotz aller Traditionspflege auch richtig zu feiern verstehen, war bei der großen Schützenparty am Samstag zu beobachten. Zum fetzigen Sound der Partyband "Skyfire" wurde bis weit in die Nacht getanzt.

Anlässlich des großen Festumzugs am Sonntag waren die Schützen natürlich wieder in voller Stärke dabei. Angeführt vom Buchholzer Tambourcorps Rheinklänge, das bereits seit 1927 den Huckingern "den Marsch bläst", zog man mit allen Kompanien, vier weiteren Musikgruppen und Abordnungen befreundeter Bruderschaften durch das festlich geschmückte Huckingen, bevor beim großen Schützenball im Festzelt die bisherigen Majestäten verabschiedet wurden.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Jungschützen gab es ein Jubiläums-Prinzenschießen, an dem alle bisherigen Prinzen teilnehmen durften.

Quelle: RP
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