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Duisburg
Selbstgenähte Stoffbeutel ersetzen die Plastiktüte

Duisburg. Die Stadtbibliothek und die Wirtschaftsbetriebe Duisburg laden an drei Nachmittagen in die Zentralbibliothek zur gemeinsamen Morsbag-Näh-Aktion ein, gerne mit einem ausgemusterten Lieblingstextil und wenn vorhanden gerne auch mit einer eigenen Nähmaschine. Die Morsbags, also Taschen aus recycelbarem Material, können selber genutzt oder verschenkt werden, ob als weiter verwendbare praktische Geschenkverpackung für ein Buch oder einen Leseausweis oder als liebevoll angefertigtes Geschenk für den täglichen Gebrauch.

Mit jeder Morsbag werden ausgemusterte Textilien weiterverwendet. Sie helfen, zahllose Einwegtüten einzusparen. Morsbags zu nutzen ist ein aktiver Beitrag die Natur, die Umwelt und Tiere zu schützen. Zudem kann es sogar Spaß machen, aus alten Stoffen gemeinsam schöne Morsbags zu nähen.

Im Jahr 2007 begann die Engländerin Claire Morsman, Taschen aus ausgemusterten Textilien zu nähen und dadurch Plastiktüten zu ersetzen. Sie konnte zu dem Zeitpunkt zwar nicht nähen, wollte aber nicht länger der an ihrem Hausboot in London vorbei treibenden Plastikmüllflut tatenlos zusehen. Sie begann mit Hilfe einer Tante, Taschen aus alten Stoffen zu nähen, diese selber zu nutzen oder zu verschenken. Sie kreierte ein Label und startete die Morsbag-Kampagne.

Inzwischen vernähen weltweit 1.600 Pods, das sind die einzelnen oder in Gruppen organisierten Nähaktivisten, alte Stoffe zu Taschen und schufen bislang 230.000 Morsbags. Seit Anfang 2017 näht auch der Pod "Duisbags, die Pottnäher" der Wirtschaftsbetriebe selber Morsbags und initiiert Morsbag-Näh-Cafés.

Morsbag-Etiketten, Informationen dazu und zahlreiche Bücher rund um die Themen Nähen und Do-It-Yourself gibt es vor Ort. Der Besuch des Morsbag-Näh-Cafés ist kostenlos. Es ist lediglich eine Anmeldung erforderlich.

Drei vorweihnachtliche WBD-Morsbag-Näh-Cafés finden jeweils von 15 bis 17 Uhr am Mittwoch, 6. Dezember, Donnerstag, 7. Dezember, und am Freitag, 8. Dezember, statt in der Zentralbibliothek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse.

Quelle: RP
 
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