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Duisburg
Seniorenzentrum mit Zuhause-Gefühl

Duisburg: Seniorenzentrum mit Zuhause-Gefühl
Das Foto zeigt den Moment der Schlüsselübergabe mit (von links) Ulrich Christofczik, Michaela Welles, Wilfried Stoll und Günter Poestgens. FOTO: Ev. Christophoruswerk
Duisburg. Im neu eröffneten "Seniorenzentrum Röttgersbach" leben 72 Menschen nach dem Konzept der "Hausgemeinschaften". Eine feste Bezugsperson hilft bei der Organisation des Alltags, wobei die Bewohner so weit wie möglich beteiligt sind.

Das Evangelische Christophoruswerk hat nach 18-monatiger Bauzeit das "Seniorenzentrum Röttgersbach" in einem Festakt am "Internationalen Tag der Pflege" seiner Bestimmung übergeben. 72 Menschen werden hier ihr neues Zuhause finden. Bei der Schlüsselübergabe durch die Vorstände des Christophoruswerkes, Ulrich Christofczik und Wilfried Stoll, und den Vorsitzenden des Verwaltungsrates Günter Poestgens an die Einrichtungsleiterin Michaela Welles, war die Freude über das Ergebnis allen Schaffens spürbar. Oberbürgermeister Sören Link betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Christophoruswerkes für Duisburgs Pflegelandschaft. Insbesondere das Thema Demenz sei noch viel zu oft ein Tabu. Hier sei das Christophoruswerkes ein Vorreiter, denn z.B. das Demenzcafé "Tagesstübchen" als Duisburgs umfassendstes und eines der ersten Angebote in Duisburg diese Art überhaupt helfe sehr, das Thema aus der Tabuzone zu holen und den Betroffenen und ihren Angehörigen eine Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben der Stadt zu ermöglichen.

Wilfried Stoll, Vorstand des Evangelischen Christophoruswerkes unterstrich die architektonische Herausforderung für das neue Seniorenzentrum, denn alles Planen sei den Bedürfnissen der Bewohner unterzuordnen. Das garantierte Recht der Bewohner auf Selbstbestimmung, individuelle Lebensgestaltung und soziale Teilhabe sei Basis für alles Tun und Lassen. Ein solches Gebäude sei immer auch Funktionsträger und diene im besten Fall den Menschen, die darin wohnen und arbeiten.

Umsetzung findet dieser Anspruch im neuen Konzept der Hausgemeinschaften. Ulrich Christofczik, ebenfalls Vorstand des Evangelischen Christophoruswerkes hob hervor: "Wir wollen unseren Bewohnern ein geschlossenes, überschaubares und sicheres Umfeld bieten, das sich an ihren Bedürfnissen orientiert und als liebens- und lebenswertes Wohnumfeld empfunden wird."

In den sechs Hausgemeinschaften gruppieren sich jeweils zwölf Einzelzimmer mit großem Badbereich um den Gemeinschaftsbereich und haben einen direkten Zugang zur großzügigen Wohnküche, zum Wohnzimmer und zur Terrasse. Funktions-, Hilfs- und Behandlungsräume ergänzen das Raumangebot. Eine feste Bezugsperson organisiert den Alltag und beteiligt die Bewohner je nach Möglichkeit auch an alltäglichen Tätigkeiten.

"So entsteht ein echtes Zuhause-Gefühl", sagt Einrichtungsleiterin Michaela Welles und freut sich über die bereits nahezu komplette Belegung, weil diese Tatsache zeige, dass das neue Konzept verstanden und angenommen werde. Das Konzept des "Nachbarschaftswohnen mit Service" bietet zusätzlich insgesamt 17 seniorengerechte Mietwohnungen im Staffelgeschoss des Seniorenzentrums sowie im angrenzenden Wohngebäude. Das bedeutet für die Bewohner Unabhängigkeit und doch Sicherheit für die Unwägbarkeiten des Lebens durch einen vielfältigen Grund- und Wahlservice. Ein geschützter Garten macht den jahreszeitlichen Wechsel der Natur auch für diejenigen erfahrbar, die nicht mehr den Revierpark in der Nähe des Seniorenzentrums erreichen können.

Das diakonische Unternehmen Evangelisches Christophoruswerk e.V. (CW) mit Sitz in Duisburg bietet differenzierte Unterstützungsangebote in Betreuung und Altenpflege: elf stationäre Pflegeeinrichtungen in Duisburg und Bonn, sechs Wohnprojekte mit Service in Duisburg und Bonn sowie ambulante und stationäre Betreuungsangebote für an Demenz erkrankte Menschen und deren Angehörige. Besondere Pflegeschwerpunkte sind "Junge Pflege" und "Pflege für gehörlose Menschen".

Zudem ist das Christophoruswerk Gesellschafter der "Frauenhaus Duisburg gGmbH" und Mitgesellschafter der "Evangelische Sozialstationen GmbH" und der "edu.care" - Evangelische Gesellschaft für Aus- und Fortbildung in der Pflege Rhein/Ruhr GmbH. Die "Christophorus-Stiftung" fördert Altenhilfe und Pflege und unterstützt hilfsbedürftige Personen.

Quelle: RP
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