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Duisburg
So macht (Natur-) Wissenschaft Schülern Spaß

Duisburg: So macht (Natur-) Wissenschaft Schülern Spaß
Echte Freestyler: Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen lernten seit Montag (und noch bis heute) an der UDE, dass forschen und tüffelten sehr viel Spaß machen kann. FOTO: UDE
Duisburg. Die UDE bietet in dieser Woche bereits zum 16. Mal den Wettbewerb "freestyle-physics" an. Heute ist Abschlusstag. Von Charlotte Raskopf

Das freestyle-physics-Zelt am Campus der Universität Duisburg ist gefüllt mit Kindern und Jugendlichen, die die letzten Handgriffe an ihren Papierkränen erledigen. Sie alle nehmen an dem Physikwettbewerb "freestyle-physics" teil, der dieses Jahr zum 16. Mal an der Uni Duisburg stattfindet. Sie kommen aus Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen und besuchen die Jahrgangsstufen 5 bis 13.

Eine der Aufgaben: Die Schüler sollen einen Hafen- oder Portalkran aus Papier bauen, der möglichst wenig Eigengewicht hat, aber mindestens 400 Gramm heben kann. 167 Gruppen haben sich dafür angemeldet. Zu gewinnen gibt es Warengutscheine im Wert von bis zu 300 Euro für die leichtesten funktionsfähigsten Papierkräne.

Die Fünftklässlerinnen Julia, Franziska, Sophia und Mara sind zum ersten Mal dabei. Ihre Lehrerin hatte ihnen von dem Wettbewerb erzählt und sie angemeldet. Sie haben fünf Wochen lang in der Schulzeit gemeinsam an ihrem Wettbewerbsbeitrag gearbeitet. Bei den Finaltagen präsentieren sie nun ihre Ergebnisse.

Durch den Wettbewerb soll nicht nur der Nachwuchs gefördert werden, sondern die Teilnehmer sollen auch feststellen, dass es noch mehr Leute gibt, die Spaß an Naturwissenschaften haben. "Es sollte eine Plattform für technisch und physikalisch talentierte Schüler geschaffen werden", berichtet Dr. Andreas Reichert, einer der Organisatoren des Wettbewerbs. Die jungen Tüftler sollten außerdem die Möglichkeit bekommen, die Uni kennenzulernen.

Dazu gab es an jedem Tag des Wettbewerbs ein Rahmenprogramm mit Vorträgen, Praktika sowie Campus- und Laborführungen. Ein Programmpunkt war zum Beispiel die Führung zum Thema "Planetenentstehung", bei der ein Windkanal besichtigt werden konnte und erklärt wurde, wie ein Parabelflugexperiment funktioniert.

Außerdem konnten Kristalle gezüchtet und ein Elektronenmikroskop ausprobiert werden. In einem weiteren, kleineren Zelt durften die Schüler selbst mit einer nicht-newtonschen Flüssigkeit experimentieren, Rauchringe erzeugen und eine tragfähige Brücke bauen. Besonders beliebt war das Stickstoffeis, vor dem sich eine lange Schlange gebildet hatte. Der Wettbewerb dauert insgesamt fünf Tage. An jedem gab es eine neue Aufgabe: Es wurden Gegenwindfahrzeuge, Rennbürsten, Hafenkräne, Wasserraketen und ein Fahrzeug, das besonders gut gegen einen Auffahrunfall geschützt ist, gebaut. Die Aufgaben wurden bereits im Januar an bis zu 900 Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen geschickt. Die Schüler konnten sich dann eine der Aufgaben aussuchen, sich anmelden und hatten fünf Monate Zeit, ihr Projekt fertigzustellen. Die Beiträge werden jeweils von Professoren, Studenten und Doktoranden der Fakultät für Physik bewertet.

Den ersten Platz bei den "Kränen" belegte eine Gruppe vom Gymnasium Augustinianum aus Greven und eine Gruppe der Gesamtschule Mittelkreis aus Goch mit ihren nur 17 Gramm schweren Gebilden. Einen Kreativpreis gewann unter anderem Finja, deren Großvater schon beruflich Kräne baute. Sie reichte eine originalgetreue Nachbildung eines Portalkrans ein und bekam dafür einen 100 Euro-Gutschein. Außerdem wurden bei einer Tombola verschiedenste Sachpreise, wie zum Beispiel ein Teleskop und ein Mikroskop, an die Teilnehmenden verlost. Der Wettbewerb "freestyle-physics" endet am heutigen Freitag, Wiederholung in 2018 nicht ausgeschlossen.

Quelle: RP
 
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