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Maroder Bahnhof wird renoviert
So sieht es in Duisburg leider noch lange nicht aus

Maroder Bahnhof wird renoviert: So sieht es in Duisburg leider noch lange nicht aus
So hell und freundlich soll es bis 2024 auf allen Bahngleisen im Hauptbahnhof aussehen. FOTO: DB Station & Service AG
Duisburg. Im Januar 2019 hofft die Bahn, mit dem Neubau der Gleishalle im Hauptbahnhof beginnen zu können. Doch vorher steht eine Großbaustelle an, die vor allem den Berufspendlern gute Nerven abverlangt. Von Hildegard Chudobba

Mit breit gestreuten Informationen will die Deutsche Bahn in den kommenden Wochen ihren Kunden - darunter speziell die Berufspendler vom Niederrhein und aus Duisburg - erklären, wie sie trotz Baustellenmarathon vom Hauptbahnhof ins Ruhrgebiet (und umgekehrt) kommen. Denn das könnte während der Osterferien und auch noch mal in den Herbstferien problematisch werden.

Zwischen dem 23. März (etwa 22.30 Uhr) und den 9. April (vier Uhr morgens) werden alle Bahngleise zwischen den Hauptbahnhöfen von Duisburg und Essen für den Verkehr gesperrt. Der Fernverkehr zwischen Dortmund und Duisburg wird in diesem Zeitraum über Gelsenkirchen fahren. Betroffen von der Sperrung sind im Nahverkehr die S-Bahnlinien S 1, 2, 3 und 9 sowie die Regionalverbindungen RE 1, 2, 6, 11, 42 sowie RE 35 und 19 (Abelio) und RE 14 (NordWestBahn).

Während dieser Zeit wird die Thyssenbrücke in Styrum neben der vorhandenen neu gebaut (die alte wird vorerst noch genutzt). Ebenfalls über Ostern stehen auf der Strecke Weichen- und Schienenerneuerungen an sowie Vorarbeiten für den zweiten Bauabschnitt des elektronischen Stellwerks in Duisburg. Weiterhin werden in Angriff genommen der Bau von drei Ruhrkanal-Brücken auf diesem Streckenabschnitt und vorbereitende Maßnahmen für den RRX. Im Herbst folgt dann die nächste große Baurunde. Dann werden die alte Thyssenbrücke abgerissen, die neuen Ruhrbrücken gebaut, Weichen und Schienen erneuert und ebenso wie im Sommer 2019 weitere (vorbereitende) Arbeiten für das Stellwerk und für den RRX in Angriff genommen. Im Sommer 2019 folgt dann auch der Einbau der neuen Ruhrkanalbrücken.

Während der Osterferien werden alle Gleise von und zum Essener Hauptbahnhof gesperrt. Die Züge, die fahren, werden über Gelsenkirchen umgeleitet. Die Bahnkunden, die nach Essen müssen, können unter anderem mit Bussen dorthin kommen. FOTO: Christoph Reichwein

Doch zunächst zu den Osterferien:

Die Züge des RE 1 und RE 6 fahren vom 23. März bis zum 9. April zwischen Dortmund und Duisburg über Gelsenkirchen.

Der RE 2, der RE 11 und die S 3 fahren nur bis/ab Essen Hauptbahnhof.

Die S 1 und der RE 42 fallen zwischen Essen und Duisburg aus. Die S 2 fährt zwar weiterhin von und nach Dortmund, aber pro Stunde fällt eine Fahrt aus. Auf der Regionallinie RE 19 werden einzelne Züge während der Hauptverkehrzeit umgeleitet und halten nicht in Oberhausen, Duisburg und am Düsseldorfer Flughafen.

Damit die Kunden dennoch ihr Ziel erreichen, setzt die Bahn Busse (Schienersatzverkehr) ein, die zwischen Duisburg und Essen im Zehn- bzw. 15-Minuten-Takt fahren. Für Reisende, die vom Duisburger Hauptbahnhof nach Mülheim oder Essen wollen, verweist die Bahn zudem auf die DVG-Straßenbahnlinie 901 und die Stadtbahn U18. Nach Oberhausen fährt von hieraus zudem die Buslinie 939. Während der Herbstferien im Oktober wird es erneut zu Vollsperrungen mit Zugausfällen und Umleitungen kommen.

Weitere Behinderungen drohen denjenigen, die von Duisburg aus nach Köln fahren (müssen). Im April und Mai werden zwischen Düsseldorf und Köln Gleise erneuert. Betroffen davon sind vor allem Nahverkehrskunden auf den Linien RE 2 und S 1.

Quelle: RP
 
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