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Duisburg
So viele Jobs wie seit Jahren nicht mehr

Duisburg. Im ersten Quartal 2017 hatten so viele Duisburger ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis wie seit 2007 nicht mehr. Vor allem im Bereich technischer Dienstleistungen und Zeitarbeit gab es große Zuwächse. Von Tim Harpers

Die Arbeitsagentur hat für das erste Quartal 2017 erfreuliche Zahlen vorgelegt. Demnach hält die positive Entwicklung der Beschäftigung in Duisburg weiter an. Zum Stichtag 31. März 2017 lag in der Stadt die höchste Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen vor, die in Duisburgs Unternehmen seit zehn Jahren festgestellt wurde. Der Vorjahresvergleich ergibt ein Plus von 2,5 Prozent oder 4.162 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

Der größte Zugewinn mit 880 Beschäftigungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal entfällt in Duisburg auf den Bereich Arbeitnehmerüberlassung. Zulegen konnten auch die Wirtschaftsbereiche Immobilien und freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen mit 729 Beschäftigungen. Einen deutlichen Zugewinn verzeichnen auch die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 700 Beschäftigten. Hier werden unter anderem Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Reisebüros, Hausmeisterdienste und Callcenter zusammengefasst. Weitere spürbare Zugewinne verzeichnen die Bereiche Heime und Sozialwesen (+646 Beschäftigte), Handel, Instandhaltung/Reparatur Kraftfahrzeuge (+634), das Baugewerbe (+499), die öffentliche Verwaltung (+383), das Gastgewerbe (+168) und Information/Kommunikation (+105).

Die drei stärksten Wirtschaftszweige in Duisburg sind mit 35.382 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten das verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen (24.484) und der Bereich Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kfz (20.944).

Vom Beschäftigungsaufbau in Duisburg profitierten alle Personengruppen in unterschiedlichem Ausmaß. Die Beschäftigung der Jüngeren (15 bis 24 Jahre) ist auf 16.429 Beschäftigte gestiegen (+2 Prozent, +329 Beschäftigte). Die große Gruppe der Beschäftigten zwischen von 25 bis unter 55 Jahren wächst um 1,6 Prozent oder 1.819 auf 118.228 Personen. Bei den über 55-jährigen steigt die Beschäftigung um 6 Prozent oder 1.937 auf 34.242 Personen; Hintergrund dafür sind laut Arbeitsagentur insbesondere die geänderten Regelungen zum (späteren) Renteneintritt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bei Ausländern steigt gegenüber dem Vorjahresstichtag um deutliche 10,2 Prozent oder 1.903 auf 20.550 (in NRW um 11,1 Prozent, in Deutschland um 11,3 Prozent).

"Die Aufwärtsentwicklung bei der Beschäftigung vor Ort und das aktuelle Plus an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung von 4.162 ist ein erfreulicher Aspekt des Duisburger Arbeitsmarktes", sagt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. "Auch deshalb, weil die Steigerung zum Vorjahr prozentual höher ist als in NRW und im Bund. Hiervon profitieren zudem alle Personengruppen. Die aktuellen Konjunktureinschätzungen der heimischen Wirtschaft machen Mut, dass dieser Trend anhält und die Chancen für Noch-Arbeitslose auf eine neue Beschäftigung weiter anhalten."

Die Betrachtung nach Geschlechtern ergibt ebenfalls ein beachtliches Bild. Im Bezirk der Arbeitsagentur Duisburg steigt die Beschäftigung bei den Frauen um 3,3 Prozent und bei den Männern um 1,9 Prozent. Der Anteil der Frauen an der Gesamtbeschäftigung beträgt damit aktuell 41,4 Prozent (70.325 Personen). Der Frauenanteil in NRW beträgt 45,4 Prozent und im Bund 46,4 Prozent. Die Teilzeitbeschäftigung steigt dabei deutlicher (+5,8 Prozent) als die Vollzeitbeschäftigung (+1,5 Prozent). 75,5 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort Duisburg sind in einer Vollzeitbeschäftigung, 24,5 sind in Teilzeit beschäftigt.

36.147 Beschäftigte arbeiten in Duisburg in einer geringfügig entlohnten Beschäftigung, also in einem Minijob; 0,5 Prozent oder 169 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt März 2016. 26.357 Menschen sind ausschließlich in einer geringfügigen Beschäftigung; bei 9.790 Personen ist der Minijob ein Nebenjob, der neben dem Hauptberuf ausgeübt wird.

Quelle: RP
 
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