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Duisburg
Sommerzeit lässt die Quote steigen

Duisburg: Sommerzeit lässt die Quote steigen
Weil viele Betriebe und Firmen Sommerferien machen, ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli nicht ungewöhnlich. FOTO: Reichwein
Duisburg. Im Juli waren wieder mehr Duisburger ohne Job. Die Arbeitslosenquote liegt zum Monatsende bei 13,2 Prozent, im Juni waren es 12,8 Prozent. Agentur-Chef Käser hat mit dieser Entwicklung gerechnet.

Die Arbeitslosenzahl in Duisburg ist im Juli wieder gestiegen. Für Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Duisburger Arbeitsagentur, ist das keine große Überraschung: "Der Arbeitsmarkt hat sich wie erwartet entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist saison-typisch gestiegen", sagte er. Mit Ende des Monats sind 32.824 Bürger auf Jobsuche. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber Juni um 0,4 Prozentpunkte auf 13,2 Prozent gestiegen. Im Versicherungsbereich (SGB III) waren im Juli 5.159 Duisburger arbeitslos gemeldet, 10,4 Prozent mehr als noch im Juni. In der Grundsicherung (SGB II, bekannter als Hartz IV) stieg die Quote leicht um 0,1 auf 11,1 Prozent. Dahinter verbergen sich 27.665 Personen.

Von den 6.156 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Juli dieses Jahres 1.705 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit. 1.496 Personen nahmen im übermorgen endenden Monat wieder einen neuen Job an. Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Juli 5.586.

"Der Stellenzugang im Juli bewegte sich auf einem saisonüblich moderaten Niveau und ist deswegen leicht zurückgegangen", sagt Käser. Für ihn kein Grund zur Sorge, "denn jetzt haben viele Unternehmen Sommerferien und agieren deshalb auch verhaltener bei der Suche nach neuem Personal. Ich bin optimistisch, dass dies nach der Sommerpause wieder anzieht."

Mit 945 (Vormonat 998) neuen ungeförderten Arbeitsstellen sank der Stellenzugang gegenüber dem Vormonat um 5,3 Prozent. Er liegt damit unter dem Vorjahreswert mit 1.255 neu gemeldeten Stellen (-310 oder -24,7 Prozent). Der Stellenbestand ist im Juli weiter gewachsen und liegt aktuell bei 3.306 Stellen-angeboten. In den Sommermonaten steigt die Zahl der Arbeitslosen auch, weil sich viele Jugendliche nach dem Ende der Schule oder der Ausbildung bei der Agentur melden. "In der Regel gelingt es uns, den jungen Menschen nach dieser sogenannten Sucharbeitslosigkeit relativ zügig eine Stelle zu vermitteln. Wichtig ist dabei, dass sie sich auch sehr schnell bei uns melden", betont Ulrich Käser.

Mit 3.362 jungen Menschen waren im Juli 436 oder 14,9 Prozent mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Juni (2.926). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 502 oder 17,6 Prozent über dem Wert von Juli 2015 (2.860). Die Zahl der Arbeitslosen der über 50-Jährigen stieg im Juli um 32 oder 0,4 Prozent auf aktuell 9.025 (Vormonat 8.993). Das sind zugleich 200 weniger als vor einem Jahr. Bei den Ausländern liegt die Arbeitslosenquote nun bei 16,4 Prozent. Bei den Langzeitarbeitslosen (15.103) gab es einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent.

"Die heimische Wirtschaft benötigt nach wie vor gute Fachkräfte. Deshalb appelliere ich an die Unternehmen, entweder selbst auszubilden oder sich die jetzt fertigen Fachkräfte ins Haus zu holen", sagte Ulrich Ulrich Käser. "Denn die jungen Menschen benötigen vor allem auch nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung ein positives Signal von den Betrieben, dass ihr Wissen und ihre Fähigkeiten gebraucht werden."

Quelle: RP
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