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Duisburg
Sozialkaufhaus für den Westen
Duisburg: Sozialkaufhaus für den Westen
Eröffnung des Kaufhauses der Diakonie (KadeDi) an der Düsseldorfer Straße vor fünf Jahren. Rund 300 Menschen kommen derzeit täglich hierher. FOTO: RPO
Duisburg. Fünf Jahre nach der Eröffnung des KadeDi in der Stadtmitte möchte die Diakonie Menschen mit kleinem Geldbeutel auch in Rheinhausen oder Homberg gut erhaltene Ware zum kleinen Preis anbieten. Doch die Suche nach geeigneten Räumen gestaltet sich bislang schwierig. Von Sandra Kaiser

Rheinhausen / Homberg Das Diakoniewerk Duisburg will im Duisburger Westen ein weiteres Kaufhaus der Diakonie (KadeDi) eröffnen. Das wäre neben der Duisburger Stadtmitte, Wesel und Dinslaken bereits der vierte Standort. Menschen, bei denen das Geld nicht so locker sitzt, können hier zum kleinen Preis gut erhaltene Sachen aus zweiter Hand erwerben: Kleidung, Möbel, Elektrogeräte, Gläser, Porzellan, Deko-Gegenstände oder Bücher.

"Das alles würden wir auch gerne im Duisburger Westen anbieten", so der stellvertretende Bereichsleiter Holger Stamm. Man sei schon länger auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten – bislang ohne Erfolg. Denn erforderlich sei eine Verkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern. "Es könnten aber auch 1700 Quadratmeter sein", so Stamm. Optimal wäre ein Geschäft in Rheinhausen, Homberg käme aber auch in Frage. Die wichtigste Voraussetzung: Die Räume sollten zentral liegen. "Sie müssen auf jeden Fall fußläufig erreichbar sein, und es muss eine gute Busanbindung geben", so Stamm. Auch von Lieferanten mit ihren 7,5-Tonnern müsse der neuen Standort gut erreichbar sein, am besten von einem Hinterhof aus.

"Platzen aus allen Nähten"

Das Kaufhaus der Diakonie an der Düsseldorfer Straße in der Stadtmitte gibt es seit genau fünf Jahren. Erst am Montag hatte man das Jubiläum groß gefeiert. "Wir platzen dort mittlerweile schon aus allen Nähten", sagt Holger Stamm. Die 1700 Quadratmeter Verkaufsfläche seien bis auf den letzten Winkel gefüllt, und das Spendenaufgebot sei nach wie vor riesig.

Die Möbel stammen aus Spenden oder Wohnungsauflösungen, die Kleidung kommt größtenteils von Privatenleuten, aber auch aus Geschäftsaufgaben. Geht ein Anruf beim KadeDi ein, fährt ein Mitarbeiter zum Kunden und schätzt, ob das Sofa, der Fernsehschrank, der Computer in einem guten Zustand ist und verkauft werden kann. Wenn ja, wird die Ware abgeholt. Oft kommen die Leute auch persönlich vorbei und bringen ausrangierte Kleidung, Spielzeug oder Bücher. Die Mitarbeiter überprüfen die Sachen. Die Kleidung wird nach Qualität und Größe sortiert, gewaschen, aufgebügelt und ausgezeichnet. Nur gut erhaltene Stücke kommen in den Verkauf.

Und die Nachfrage ist riesig. Bis zu 300 Menschen kommen laut Bereichsleiter Siegbert Weide täglich zum KadeDi an der Düsseldorfer Straße in der Duisburger Stadtmitte – und die Kundschaft ist bunt gemischt. Sowohl Studenten als auch Arbeitslose, Geringverdiener und Senioren stöbern hier nach dem ein oder anderen Second-Hand-Schnäppchen.

Quelle: RP
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