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Duisburg
Soziologe Fritz Rudolph mit 91 Jahren gestorben

Duisburg: Soziologe Fritz Rudolph mit 91 Jahren gestorben
Prof. Dr. Fritz Rudolph. FOTO: ude
Duisburg. Er gehörte noch zur ersten Gründergeneration der Universität: Prof. em. Dr. Fritz Rudolph, der nun im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Er kam bereits 1963 als Professor für Soziologie und Sozialpädagogik an die Pädagogische Hochschule Ruhr, Abteilung Duisburg, die 1972 in die neu gegründete Gesamthochschule Duisburg aufging. Bis zu seiner Emeritierung 1991 leitete Rudolph den Lehrstuhl Soziologie mit Schwerpunkten in soziologischer Theorie, Makrosoziologie und Organisationssoziologie. Auch danach blieb das "Urgestein" dem Fach und dem späteren Institut für Soziologie der Universität Duisburg-Essen eng verbunden.

1926 im hessischen Hönebach nahe der thüringischen Grenze geboren, zog es Fritz Rudolph beruflich ins Ruhrgebiet. Sein Lebensthema waren die industrielle Identität und die damit verbundenen gesellschaftlichen Probleme. An der Universität Hamburg schloss Rudolph sein Volkswirtschaftsstudium mit dem Diplom ab und promovierte 1964 an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster. Zunächst war er zehn Jahre als Referent beim Sozialamt der Evangelischen Akademie von Westfalen in Villigst tätig, bevor er 1963 an die Pädagogische Hochschule Ruhr wechselte. Seitdem galt sein besonderes Interesse auch der Lehrer(aus)bildung.

Als einer der Gründungssenatoren der Gesamthochschule Duisburg und ab 1978 auch als Dekan des Fachbereiches 1 war er entscheidend am Aufbau des neuen integrierten Diplomstudiengangs Sozialwissenschaften beteiligt. Wesentlich war auch seine Rolle in der Studienreformkommission Sozialwissenschaften des Landes NRW. In Lehre und Forschung sei es ihm stets darum gegangen, berichten seine ehemaligen Kollegen, Studierenden und Mitarbeiter, möglichst allen nahezubringen, dass sie die Not und Benachteiligung anderer Menschen etwas angehen müsse. Rudolph setzte sich entschieden dafür ein, seine wissenschaftliche Arbeit mit öffentlichem Engagement zu verbinden.

Quelle: RP
 
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