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Duisburg
Sparkasse verhandelt über Altenheime

Duisburg. Drei Häuser stehen angeblich zur Disposition. Zum Verkauf stehen die Immobilien am Innenhafen, an der Karl-Jarres-Straße und das Seniorenzentrum an der Lindenallee in Rheinhausen. Von Hildegard Chudobba

Die Altenheim-Stiftung der Stadtsparkasse Duisburg will sich von drei ihrer Immobilien trennen, ohne ihre Stiftungstätigkeiten dort zu beenden. Offenbar haben die Verhandlungen aber noch nicht zu einem Abschluss geführt. Welcher Investor die Häuser übernehmen will, dazu schweigt die Sparkasse Duisburg eisern und verweist lediglich darauf, dass nach Abschluss der Gespräche berichtet werde. Die Awo, die zwei der drei Häuser betreibt, aber offenbar nicht kaufen wird, wollte sich gestern gar nicht zu diesem Thema äußern und verwies auf die Sparkasse.

Schon vor drei Jahren machte das Gerücht die Runde, dass das Altenheim an der Karl-Jarres-Straße verkauft werden soll. Damals zeichnete noch Hans-Werner Tomalak für den Sparkassen-Vorstand verantwortlich. Um das Geldinstitut für die Zukunft sicher aufzustellen und mit Blick auf die nicht unerheblichen Unterhaltungskosten der Gebäude, waren damals von ihm und seinen Kollegen erste Überlegungen angestellt worden, die allerdings zunächst im Sande verliefen.

Die Altenheim-Stiftung der Sparkasse Duisburg wurde 1969 (im Rahmen des 125-jährigen Bestehens) mit dem Satzungszweck der Altenpflege im weitesten Sinne gegründet. Dabei stand das Ziel im Vordergrund, den damals noch nicht durch marktwirtschaftlich orientierte Unternehmen abgedeckten Bedarf an Altenpflegeplätzen gemeinsam mit der Stadt Duisburg zu decken. "Diese Situation hat sich mittlerweile nachhaltig geändert, denn es existiert ein etablierter, teilweise gesättigter Markt für die Altenpflege in Duisburg und Umgebung mit einem ausreichenden Angebot an Altenpflegeplätzen", so die Sparkasse gestern in einer Presseerklärung. Aktuell führe der Stiftungsvorstand Gespräche mit Interessenten.

Bei den drei Häusern soll es sich um die Altenheime am Philosophenweg im Innenhafen, um das Haus an der Karl-Jarres-Straße in Hochfeld und um das Seniorenzentrum an der Lindenallee in Rheinhausen handeln. Alle drei sind unterschiedlich alt. In das Haus am Philosophenweg investierte die Sparkasse noch vor wenigen Jahren erheblich, um den Brandschutz auf den aktuellsten Stand zu bringen. So wurden zum Beispiel Außentreppen montiert, die es den Bewohnern ermöglichen, im Fall eines Feuers abseits des Treppenhauses sich in Sicherheit zu bringen. Das Altenheim an der Karl-Jarres-Straße verfügt über ein (wenig genutztes) Hallenbad, dessen Unterhaltung in der Vergangenheit aus betriebswirtschaftlicher Sicht immer wieder infrage gestellt wurde. Es ist vom Gebäude her das älteste dieser drei Häuser. Denkbar, dass auch hier Investitionen für einen Brandschutz auf dem aktuellsten Stand und für eine Modernisierung unumgänglich sind.

Das Seniorenzentrum an der Lindenallee wird von Sana betrieben. Es hat wie die Immobilie am Innenhafen den Vorteil, vergleichsweise neu zu sein, in einer Umgebung zu liegen, die man als attraktiv beschreiben kann und für die Bewohner ein Angebot vorzuhalten, dass den Vorstellungen vieler Senioren vom Wohnen im Alter nahe kommt.

Quelle: RP
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