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Duisburg
Spenden erwünscht: Bücher für Flüchtlingskinder

Duisburg. Rund 350 Flüchtlingskinder vom Baby bis zum Heranwachsenden haben derzeit in Duisburg eine Heimat gefunden. Für die Architektin Jutta Heinze gehören Bücher zur Grundversorgung der Flüchtlinge wie ein Dach über dem Kopf, Nahrung oder Kleidung: "Flüchtlinge, die zu uns kommen, haben nichts Persönliches mehr. Besonders die Kinder sollen etwas erhalten, das sie lange nicht mehr hatten. Bildung und Spaß. Die Sprache, die sie kennen, in Verbindung mit der neuen Sprache des Landes, das sie aufgenommen hat. Der Name unserer Initiative ,bonvena ido (Esperanto) - Willkommen Kind' ist Programm." Von Gabi Harpers

Gemeinsam mit dem Verein Wegweiser, einem anerkannten Träger für ambulante Kinder- und Jugendhilfe und der Duisburger Bibliotheksstiftung will Jutta Heinze Flüchtlingskinder im Alter von null bis zwölf Jahren mit ausgewählten zweisprachigen Kinder- und Jugendbüchern beschenken. Derya Bayrak vom Verein Wegweiser: "Wir freuen uns, dass wir bei diesem Spenden-Projekt mitwirken dürfen. Hilfe kann auf vielfältige Weise gewährt werden. Die Kinder und ihre Familien sollen sich willkommen fühlen. Wir wollen auch Freude schenken."

Auch Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek und Geschäftsführer der Duisburger Bibliotheksstiftung, begrüßt das Engagement dieser "vorbildlichen Initiative vor dem Hintergrund der Flüchtlingsthematik". Er lädt Eltern und Kinder aus Flüchtlingsfamilien ein, "die noch keinen festen Wohnsitz bei uns haben, die Bestände beispielsweise der internationalen Kinderbibliothek im Stadtfenster zu nutzen". Niemand sollte sich aus formalen Gründen davon abhalten lassen, so Barbian weiter.

Die internationale Kinderbibliothek verfügt heute über 6000 Medien in 18 Sprachen. Als Fachmann steht Yilmaz Holz-Ersahin, Leiter der internationalen Kinderbibliothek, der Spenden-Initiative zur Seite. "Wir haben eine Liste von Bildwörterbüchern, Bilderbüchern, Schulwörterbüchern und Sachbüchern zusammengestellt. Hier werden Sprachen wie Arabisch, Tigrina (wird in Eritrea gesprochen), Kurdisch, Paschdu (die Sprache Afghanistans) oder Farsi (-Persisch) mit dem Deutschen in Verbindung gebracht. Die Kinder kommen aus einer zerstörten Welt. Sie sollen sich hier heimisch fühlen, über die Sprache, die sie kennen, Neues lernen", sagt er.

Damit das junge Projekt zu einer langfristigen Initiative werden kann, die zur Vorbereitung auf die Schule und einer dauerhaften Integration beitragen kann, wünschen sich die Initiatoren eine rege Spendenbeteiligung aus der Bevölkerung.

Spendenkonto: Wegweiser e.V., IBAN DE61 3507 0024 0545 8740 03, Stichwort "Willkommen Kind"

Quelle: RP
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