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Duisburg
Spielerisch zum Bühnendebüt

Duisburg: Spielerisch zum Bühnendebüt
Die MMS-Schüler Fiona Meier, Jonathan Schierhorn und Kjell Buttkereit feiern sichtlich gut gelaunt den erfolgreichen Konzertabend. FOTO: Julia Zuew
Duisburg. In der Modern Music School lernen Nachwuchs-Musiker, wie man einen perfekten Bühnenauftritt hinlegt. Der Spaß kommt dabei für die Teilnehmer natürlich nicht zu kurz. Von Julia Zuew

Gänsehaut, Adrenalinkick und der erste Applaus: Für viele der Musiker auf der Bühne war dies ihr erster Auftritt vor Publikum. Bei Konzerten wie "A Night in Hollywood" erleben die Schüler der Modern Music School (MMS) ihr Bühnendebüt. Rund eineinhalb Stunden lang war das Programm auf der Bühne im großen Saal im Grammatikoff am Dellplatz.

Es saß zwar nicht jeder Ton beim Konzert der Musikschüler, doch darauf kommt es nicht unbedingt an: "Wir bieten mehr als nur Unterricht", sagt Maxim Bolgert, Leiter der MMS in Duisburg. "Wir bringen unsere Schüler live auf die Bühne, präsentieren ihre Bands auf unserer Webseite und verleihen ihnen Preise für ihre Erfolge." So können die Schüler Schritt für Schritt ein Netzwerk aufbauen und fit für die Bühne werden. Zu den Schülern gehören Musiker verschiedener Musikrichtungen und mit einem unterschiedlichen Maß an Erfahrung. Die Schülerschaft ist bunt gemischt - eine zusätzliche Herausforderung beim Unterricht.

Das Angebot ist individuell zugeschnitten. So sind unter den Schülern sowohl Kinder als auch Erwachsene, Anfänger und auch fortgeschrittene Hobbymusiker. Auf die Bedürfnisse der Schüler angepasst, gibt es entweder Einzelunterricht oder Unterricht in Gruppen. Ziel des Kursprogramms der Schule ist, die Musiker fit für die Bühne und fürs Studio zu machen, und den bestmöglichen Einstieg in der Musikbranche zu ermöglichen. Aus einem Team von Lehrern aus unterschiedlichen Genres und Stilrichtungen wird den Schülern der passende Mentor zur Seite gestellt. Flexible Unterrichtszeiten bieten die Möglichkeit, die Musikschule neben Beruf, Schule oder Studium zu besuchen. Die Preise für den Unterricht stellen sich individuell zusammen - abhängig von der Unterrichtsdauer, Einzel- oder Gruppenunterricht und anderen Faktoren.

Die MMS sei mit ihren über 80 Filialen eine der größten Musikschulen der Welt, so Bolgert. Profi-Schlagzeuger und Betriebswirt Hans-Peter Becker gründete erst die Modern Drum School 1987 in Saarbrücken. 1996 wurde diese zur MMS. Seitdem wächst die Schule mit ihrem Lehr- und Lernkonzept für Rock und Pop weiter und erreicht nach Griechenland 2011 auch die USA. Die erste Schule auf amerikanischem Boden entstand im kalifornischen Pasadena.

Im Einzelunterricht und in einem Band-Programm verspricht die MMS einen Weg auf die Bühne, der auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein soll. Doch wie soll es klappen, viele unterschiedliche Lerntypen und Ansprüche auf einen Punkt zu bringen? Unterricht von Musikern für Musiker mit innovativen Lernvorlagen und spielerischem Unterricht sollen der Schlüssel zum Erfolg sein, sagt Maxim Bolgert.

Unter den Duisburger Schülern schlugen die meisten sich auf der Bühne sehr gut. Mit Covern von Pop- und Rocksongs heizten sie bei ihrem Auftritt dem Publikum ein. Darunter auch der MMS-Schüler Kjell Buttkereit mit "Plush"-Cover von den Stone Temple Pilots - ein Tribut an den im Dezember 2015 verstorbenen Scott Weiland.

Die Bands wurden an der Musikschule zusammengestellt. Und bei manchen Teams hatten die Lehrer wohl ein richtig gutes Händchen - die Chemie im Rampenlicht stimmte. Am Konzertschluss gab es viel Beifall für die Musiker. Auch Schulleiter Bolgert zeigte sich zufrieden: "Es hat alles einwandfrei funktioniert, und die Bands haben einen guten Auftritt hingelegt."

Quelle: RP
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