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Lokalsport
1:1 in Jena ist zu wenig - dem MSV droht der Absturz

Frauenfussball. Frauenfußball: Weil auch Sand einen Punkt holt, braucht die Grings-Elf nun dringend Schützenhilfe aus Leverkusen. Von Thomas Kristaniak

Geschichte wiederholt sich manchmal. Wie im vergangenen Jahr reisten die Bundesliga-Fußballerinnen des MSV Duisburg am vorletzten Saisonspieltag nach Jena, wieder gingen sie mit 1:0 gegen den USV in Führung und waren damit auf dem besten Weg, sich eine sehr gute Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. Und wieder kassierten sie kurz vor Schluss den Ausgleich zum 1:1 (0:0). Der Unterschied: Diesmal ist die Lage im Tabellenkeller ungleich unangenehmer.

Bei zwei Punkten Rückstand auf den SC Sand und der deutlich schlechten Tordifferenz droht nun beim Saisonfinale in zwei Wochen tatsächlich der Abstieg. Das Problem: Der SC Sand holte daheim mit dem 1:1 gegen Turbine Potsdam einen so nicht eingeplanten Zähler. Damit würde der Mannschaft von Ex-MSV-Coach Sven Kahlert zum Ausklang ein weiteres Remis bei Bayer Leverkusen genügen, um Platz zehn zu verteidigen. Es sei denn, die Duisburgerinnen gewinnen mit 18 Toren Unterschied gegen Schlusslicht Herforder SV, was utopisch sein dürfte.

Das hätte der MSV eine Nummer bequemer haben können - wäre nicht das Jenaer Ausgleichstor vier Minuten vor dem Ende gefallen. Geschenkt, dass es ein abgefälschter Schuss und gar die erste Chance der Gastgeberinnen im zweiten Durchgang war: Das wäre auch gar kein Problem gewesen, hätte Sturm-Enttäuschung Lucie Vonkova nicht einmal mehr ihre mangelnde Durchschlagskraft bewiesen. Nur zwei Minuten vorher stand die Tschechin frei vor Stenia Michel und schob die Kugel sowohl an der USV-Keeperin als auch am Tor vorbei. So reichte die 1:0-Führung nicht, für die Steffi Weichelt in der 68. Minute gesorgt hatte. Inka Grings packte die letzte Durchhalteparole der Saison aus: "Wir haben bis zum Tor alles so umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Am Ende kostet uns eine Unaufmerksamkeit erneut den Sieg. Trotzdem: Wir leben noch und kämpfen weiter bis zum letzten Schlusspfiff." Der könnte nun für die Duisburger Bundesliga-Zugehörigkeit am 10. Mai erfolgen. MSV: Kämper, Oster, Costa, Kirchberger, Hellfeier, Heß, Pulver, Silva, Weichelt, Nati (63. Vonkova), Kiwic (85. Sundov). Tore: 0:1 Weichelt (68.), 1:1 Krafczyk (86.).

Quelle: RP
 
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