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Fechten
Beim Fecht-Turnier brannte die Halle

Duisburg. "Stahl trifft Feuer" - das Motto des internationalen Turniers der Eintracht Duisburg passte ob der heißen Temperaturen. Von Georg Amend

Der Versuch ist gelungen. Die Fechtabteilung von Eintracht Duisburg hatte ihr internationales Montan-Turnier in diesem Jahr auf Pfingsten gelegt, um zu sehen, wie es an diesem Datum angenommen wird. Die Bilanz: sehr gut. Mehr als 250 Teilnehmer absolvierten mehr als 1000 Gefechte in der Halle an der Krefelder Straße, vor allem Belgier und Niederländer kamen vorbei, weil es für sie um Ranglistenpunkte geht und parallel kein Turnier in den Benelux-Staaten anstand. So war für die Verantwortlichen der Eintracht um Abteilungsleiter Christof Arnold schnell klar: "Nächstes Jahr machen wir das Montan-Turnier auch wieder an Pfingsten." Spontan gaben mehr als 50 Sportler schon einmal ihre Zusage für die nächste Auflage.

Das zeigt, dass auch die an den Pfingsttagen hohen Temperaturen die Aktiven, die immerhin in kompletter Montur mit Maske antreten müssen, nicht schrecken konnten. Die Eintracht präsentierte sich als guter Gastgeber und sorgte immer wieder für kostenlose Getränke. "Es war sehr, sehr heiß", sagte Eintracht-Sprecher Michael Schrader. "Wir haben die Sportler über Mikro immer wieder aufgefordert, viel zu trinken und wir mussten alle Türen aufmachen. Die Halle brennt." Das passte ja immerhin zum Motto des Turniers: "Stahl trifft Feuer".

Gut angenommen wurde auch die kulturelle Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr und zahlreichen Institutionen, die in der Lounge ausstellten, auf Plakaten und Flyern warben. Das lockte nicht nur fechtbegeisterte, sondern auch kulturell orientierte Besucher in die Halle und etliche verbrachten danach den Abend in Duisburg. Somit konnte die Eintracht auch für ihr zweites Ziel vermelden: erreicht. Denn "Es ist uns ein Anliegen, auf diesem Forum auch Werbung für unsere Stadt und die Region zu machen", hatte Arnold vorab angekündigt. "Das Turnier bietet eine gute Gelegenheit, das Image der Region aufzupolieren - nicht nur für den Fechtsport." Das Ziel hat die Eintracht erreicht.

Auch sportlich war der Verein vollauf zufrieden. "Wir haben in der Jugend allgemein einige gute Plätze gemacht", berichtete Schrader. "Da haben wir uns ganz gut etabliert. Für einige war das ja das erste Mal, dass sie sich mit internationaler Konkurrenz messen konnten. Wir sind mit den Ergebnissen wirklich zufrieden." So wie mit dem gesamten Turnierverlauf, denn alle Wettbewerbe blieben in der Zeit. "Es lief alles nach Plan", befand Schrader. Ein Lob hatte Arnold deshalb auch parat: "Wenn es an die Vorbereitungen unserer beiden jährlichen internationalen Turniere geht, ist jedes Abteilungsmitglied voll im Einsatz, und das teilweise schon Wochen, ja Monate im Voraus." Dann können sich jetzt alle schon mal Pfingsten 2015 rot im Kalender anstreichen, wenn das Montan-Turnier seine 37. Auflage erfährt.

Quelle: RP
 
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