| 00.00 Uhr

Handball
Der Kampf um die Regionalliga

Handball. Während Homberg dicht vor dem Ziel steht, müssen die OSC Wölfe bangen. Von Dirk Retzlaff

Rüdiger Winter ist dafür bekannt, den Ball eher flach zu halten. Nach dem 30:29-Derbysieg gegen die OSC Wölfe Rheinhausen preschte der Trainer des Oberligisten VfB Homberg für seine Verhältnisse weit vor. "Zu 95 Prozent haben wir es geschafft", ist der Coach zuversichtlich, dass sein Team einen Platz in der künftigen Regionalliga Nordrhein ergattert hat. Der Aufsteiger ist Siebter und liegt drei Minuspunkte vor dem Lokalrivalen aus Rheinhausen, der Neunter ist und noch einen Platz klettern muss, um das Regionalliga-Ticket sicher zu haben. Die Homberger haben nur noch zwei Spiele vor der Brust und sollten in den Partien gegen Adler Königshof und den TSV Aufderhöhe ihren Vorsprung ins Ziel retten können.

Die OSC Wölfe verpassten hingegen, in Rumeln einen großen Schritt zu machen. Im Derby kam die Niederlage für das Molsner-Team ohnehin einem Stich in das Herz gleich. Nach Minuspunkten hätte der OSC mit einem Sieg am Nachbarn vorbeiziehen können. Sollte der OSC, der noch Heimspiele gegen Borussia Mönchengladbach und Aufstiegsaspirant Bergische Panther und ein Gastspiel beim Konkurrenten TV Lobberich vor der Brust hat, diesen Rückstand auf den VfB noch aufholen können, spräche der direkte Vergleich für die Rheinhauser.

Doch der Hauptkonkurrent ist der Tabellenachte, der Bergische HC II, der zwei Punkte vor dem OSC steht. Am Ende des Tages könnte allerdings auch noch der neunte Platz reichen, wenn der Oberliga-Meister die Aufstiegsspiele zur 3. Liga erfolgreich gestalten kann.

Darauf verlässt sich in Rheinhausen naturgemäß niemand. Umso schwieriger ist es für den sportlichen Leiter Klaus Stephan, die neue Mannschaft zusammenzustellen. Die künftige Ligenzugehörigkeit ist ein wichtiger Faktor - vor allem bei den Leistungsträgern, die sich noch nicht erklärt haben. Torwart Jens Bothe und Christian Mergner sind bereits mit dem ART Düsseldorf einig. Die Entscheidungen von Sebastian Schneider, Lukas Plaumann und Joel Huesmann stehen noch aus, wobei bei Huesmann die Tendenz zu einem Vereinswechsel besteht. "Noch ist alles offen, die Gespräche laufen", sagt der Rückraumshooter.

Beim VfB Homberg ging hingegen die Strategie von Teamchef Deniz Aksen auf. Aksen, dessen Bruder Bülent am Sonntag auf der Tribüne die Daumen drückte, hatte unlängst erklärt, nur eingleisig - also nur für die Regionalliga - zu planen. Bei aller Rivalität zum Nachbarn OSC hoffen die Homberger, dass auch die Rheinhauser die Ziellinie überschreiten können. "Das war beste Werbung für den Handball", fasste VfB-Trainer Rüdiger Winter das Geschehen in der vollen Halle des AEG am Sonntag zusammen. Und die Rheinhauser hätten die Gelegenheit, sich für die Niederlage vom Sonntag zu revanchieren. Und beide Vereine hätten jeweils eine gute Einnahme bereits sicher.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Handball: Der Kampf um die Regionalliga


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.