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Lokalsport
Drama mit Happy-End für die RESG

Lokalsport: Drama mit Happy-End für die RESG
Traf vor der Pause doppelt und machte am Ende den Deckel drauf: Sebastian Haas (links), hier im Laufduell mit Adrian Börkei. FOTO: Tanja Pickartz
Rollhockey. Bundesliga: Walsum gegen Iserlohn, da geht's wieder hoch her. Diesmal hat die RESG das bessere Finish und siegt 8:6. Das Team von Trainer Szalek bleibt den führenden Mannschaften aus Herringen und Düsseldorf auf den Fersen. Von Thomas Kristaniak

Wie das Spiel war? Na, halt Walsum gegen Iserlohn - oder: der ganz normale Wahnsinn. Das Duell zwischen dem deutschen Rollhockey-Rekordmeister und dem amtierenden Titelträger aus dem Sauerland hält immer eine Extraportion Dramatik bereit, was auch beim jüngsten Aufeinandertreffen nicht anders war. Zur Freude der Gastgeber schlug das Pendel im Gegensatz zu den beiden Duellen der Vorsaison in der Halle Beckersloh zu ihren Gunsten aus: Durch das 8:6 (2:1) bleiben die Roten Teufel dem Spitzenduo aus Herringen und Düsseldorf auf den Fersen.

Keine Frage, die individuelle Klasse früherer Tage bringt die ERG Iserlohn nicht mehr auf die Platte. Das belegt auch die Tabelle, in der der Titelverteidiger auf Platz sechs stagniert. Doch das Aufeinandertreffen mit der RESG ist immer eine besondere Sache, was sich auch am Samstag wieder zeigte. Die Gäste sorgten für echten Derbycharakter - wenngleich auch nicht immer im Rahmen des Erlaubten.

Die erste Hälfte der Begegnung war dabei noch längst nicht der Adrenalin-Anheizer. Da langte es gerade zu insgesamt drei Toren - eines davon 16 Sekunden vor dem Wechsel per Penalty durch Sebastian Haas, der zuvor auch schon die 1:0-Führung erzielt hatte. Mit dem knappen Vorsprung waren die Walsumer nur bedingt zufrieden, weil sie sich deutlich mehr Chancen erspielt hatten.

Im zweiten Durchgang ging es dann vor den Toren deutlich rasanter und treffsicherer zu. Den Anfang machte Christopher Berg, der nach starker Balleroberung von Sebastian Haas zum 3:1 traf. Überhaupt war das diesmal eine Stärke der Gastgeber: Immer wieder versuchten sie Iserlohn im Aufbau zu stören und in Ballbesitz zu gelangen.

Die Kehrseite gab es allerdings gleich darauf: Binnen vier Minuten drehte Iserlohn die Partie in eine 4:3-Führung. "Das darf nicht passieren", ärgerte sich Trainer Günther Szalek nachher darüber, dass seine Mannschaft mit ihrem Vorsprung nicht souveräner umging. Fortan wogte das Geschehen hin und her: Erst gelang Walsum die Wende zum 5:4 durch Felipe Sturla und Miquel Vila, dann lag auf einmal wieder Iserlohn durch einen Doppelschlag von Timon Henke vorn.

Zwei Minuten vor Schluss stand es immer noch 6:5 für den Gast, der sich dann aber das zehnte Teamfoul leistete. Den fälligen Direkten hämmerte Felipe Sturla zum 6:6 an Timo Kost, der für den verletzten Patrick Glowka im Tor hockte, vorbei ins Netz - Startschuss für eine furiose Endphase. Eine gute Minute war noch auf der Uhr, als Sturla maßgenau auf Nuno Rilhas passte, der den Schläger zum 7:6 hinhielt. Augenblicke später auf der Gegenseite: Strafstoß für Iserlohn - doch Henke scheiterte an Tobias Wahlen. Die ERG setzte alles auf eine Karte, nahm Kost zu Gunsten eines fünften Feldspielers aus dem Kasten und kassierte acht Sekunden vor Schluss durch Haas' Treffer ins verwaiste Tor den endgültigen K. o.

Erstaunlich: Gästekapitän Sergio Pereira meckerte nach Spielschluss über die Schiedsrichterleistung und sah dafür die Rote Karte.

Tore: 1:0 Haas (12.), 1:1 Börkei (18.), 2:1 Haas (25.), 3:1 Berg (28.), 3:2 Börkei (28.), 3:3, 3:4 Henke (31., 32.), 4:4 Sturla (34.), 5:4 Vila (35.), 5:5, 5:6 Henke (42., 44.), 6:6 Sturla (48.), 7:6 Rilhas (49.), 8:6 Haas (50.).

Quelle: RP
 
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