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Eishockey
EVD will in Leipzig kontrolliert aggressiv zu Werke gehen

Eishockey: EVD will in Leipzig kontrolliert aggressiv zu Werke gehen
Gespannt auf Spiel vier: Die Füchse müssen gewinnen. FOTO: Lars Heidrich
Eishockey. Der EVD muss heute Abend in Taucha gegen die Icefighters Leipzig gewinnen, um im Rennen zu bleiben.

Die Köpfe der Füchse sind merklich nach oben gegangen. Zweimal hatte der Eishockey-Oberligist EV Duisburg im Play-off-Achtelfinale gegen die Icefighters Leipzig mit 0:1 verloren und stand in der Best-of-Five-Serie mit dem Rücken zur Wand - und tut dies immer noch. Aber mit einer starken Leistung haben die Füchse am Dienstagabend mit 6:2 gegen die Sachsen gewonnen und so das vierte Spiel in Taucha erzwungen, das heute Abend um 20 Uhr beginnt. Gewinnen die Füchse, gleichen sie die Serie aus. Dann fällt am Sonntag (18.30 Uhr, Scania-Arena) die Entscheidung in Duisburg. Verlieren sie jedoch, steht Leipzig im Viertelfinale und der EVD wäre in der Sommerpause.

"Ja", sagt EVD-Teamchef Lance Nethery, "die Stimmung ist gut, aber noch ist gar nichts erreicht." Nachdem die Duisburger am Dienstag überfallartig aus der Kabine kamen, erwartet Nethery nun eine hoch motivierte Leipziger Mannschaft. "Die werden um ihr Leben rennen." Was er nicht erwartet, ist, dass die Icefighters nach drei strikt defensiv ausgerichteten Auftritten versuchen, mit einem Offensivspektakel zu überraschen. "Dann müssten die Leipziger denken, dass es ihre letzte Chance wäre", so Nethery.

Der Schlüssel zum Erfolg am Dienstag war ohne Frage die gesteigerte Aggressivität, die die Icefighters aus dem Konzept brachte und Löcher in das Abwehrbollwerk schlug. "Wir sollten allerdings kontrolliert aggressiv spielen. Emotionen werden wir auch in diesem Spiel brauchen, aber eben nicht ohne Maß", sagt Nethery. "Wir werden sicher Strafzeiten bekommen und werden diese dann überstehen müssen. Wir hatten in den Spielen zwei und drei Strafen bekommen, die meiner Meinung nach keine waren." Vor allem die beiden "Zehner" gegen Markus Schmidt und Marvin Tepper waren ärgerlich, weil sie gerade bei Tepper etwas überzogen waren - und weil in den Play-offs die automatische Sperre bereits nach der zweiten Disziplinarstrafe greift.

Die Füchse werden erneut vollzählig antreten. "Wir können und werden mit vier Reihen Dampf machen", sagt Nethery. Wie schon in den letzten Spielen wird der junge Verteidiger Tom Schmitz für das Krefelder DNL-Team auflaufen; ab Sonntag bestreitet der KEV das Finalturnier in Berlin. "Gerade weil wir komplett sind, ist es für Tom sicher das beste, bei diesem Turnier aufzulaufen, anstatt etwas Eiszeit bei uns zu bekommen." Geht es für die Duisburger weiter, ist er auch weiterhin für die Füchse spielberechtigt. Nethery sagt: "Leipzig wird klar sein, dass sie zu Hause gewinnen müssen, wenn sie weiter kommen wollen. Also liegt der Druck bei Leipzig. Aber letztlich ist das auch egal. Wir müssen gewinnen und werden alles dafür tun, dass uns dies gelingt." Alle Spieler sind fit, das gilt nicht für die erste Reihe. Und dass das ein großer Vorteil ist, war am Dienstag eindrucksvoll zu sehen.

(the)
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