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Kaum noch Hoffnung für den FCR Duisburg

Kaum noch Hoffnung für den FCR Duisburg
Trainerin Martina Voss. FOTO: ddp, ddp
Frauenfußball-Bundesligist FCR 2001 Duisburg hat gestern Abend das Spitzenspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam mit 1:2 verloren und im Kampf um die Meisterschaft nun denkbar schlechte Karten. Von Kristof Köller

Das war's dann wohl. Die Chancen des FCR 2001 Duisburg auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sind auf ein Minimum gesunken. Im Gipfeltreffen beim 1. FFC Turbine Potsdam zog das Team von Martina Voss-Tecklenburg gestern Abend mit 1:2 (0:2) den Kürzeren und liegt nun zwei Punkte hinter dem Tabellenführer, der zudem noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand hat.

Die Partie begann sehr schleppend. Erst in der 24. Minute kam der bis dahin feldüberlegene FCR unter tatkräftiger Potsdamer Mithilfe zur ersten Großchance. Nach der Flanke von Simone Laudehr und dem abgewehrten Kopfball der Japanerin Kozue Ando trat Turbine-Kapitänin Jennifer Zietz ein "Luftloch". Jennifer Oster konnte von dem Patzer jedoch nicht profitieren, sondern scheiterte aus kürzester Distanz an Potsdams Torfrau Anna Felicitas Sarholz.

Potsdamer Führung durch Mittag

Vier Minuten später machte Potsdam es besser. Nach einem Zuspielvon Lira Bajramaj ließ Anja Mittag ihre Gegenspielerinnen Linda Bresonik und Luisa Wensing alt aussehen. FCR-Keeperin Ursula Holl war bei dem Schuss aus zehn Metern machtlos. Ebenso wie Sekunden vor Pause, als nach einer von Bajramaj getretenen Ecke im Duisburger Strafraum ein heilloses Durcheinander herrschte. Jessica Wich ließ sich nicht zwei Mal bitten und sorgte für die Vorentscheidung.

Nach der Pause passierte nicht mehr viel Nennenswertes. Bajramaj flog mit Gelb-Rot vom Platz (60.). Bresonik brachte Mittag im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus ließ weiterlaufen (78.). Der Anschlusstreffer durch die eingewechselte Eunice Beckmann (90.) kam für den FCR viel zu spät.

"Wir haben Potsdam in den ersten 20 Minuten im Griff gehabt. Dem 0:1 geht meiner Meinung nach ein Foulspiel von Lira Bajramaj an Annike Krahn voraus", sprach Martina Voss-Tecklenburg von "mehr nur als einer Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft. Wir haben uns einige kleine Fehler erlaubt, die wir bis zu den Spielen im DFB-Pokal und in der Champions League abstellen müssen."

Quelle: RP
 
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