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Msv Duisburg
Bajic: "25 Punkte brauchen wir noch"

Niederrhein. MSV Duisburg: Kapitän Branimir Bajic geht in seine 37. Vorbereitung als Profi.

Branimir Bajic ist seit 18 Jahren Fußballprofi. Für den 36-jährigen Abwehrchef des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg hat das ab heute anstehende Winter-Trainingscamp im türkischen Belek deswegen Routine-Charakter. Bajic: "Wenn ich das mal alles überschlage, dann ist das jetzt meine 37. Vorbereitung, die ich mit einem Fußballclub absolviere. Die Hälfte davon hat in der Türkei stattgefunden. Wenn man mal alle Trainingslager-Läufe, die ich in meiner Karriere zurückgelegt habe, zusammenrechnet, dann kommt da sicher einiges zusammen. Wahnsinn."

Bajic weiß, dass er mit dem MSV bis Anfang Februar, wenn es mit dem Restrundenstart bei Arminia Bielefeld weitergeht, kräftig ranklotzen muss. "Wir haben bis zum Duell auf der Alm noch drei, vier Testspiele. Es ist wichtig, dass wir in den kommenden Wochen richtig fit werden, um gut gerüstet in die Meisterschaft zu gehen. Vom Bielefeld-Spiel hängt schon sehr viel ab. Da weiß man, ob wir auf dem richtigen Weg sind." Der Tabellenletzte muss sich erheblich steigern, um das 37-Punkte-Ziel, das Trainer Ilia Gruev ausgegeben hat, erreichen zu können. "Zwölf Zähler haben wir, zusätzliche 25 Punkte brauchen wir wahrscheinlich, um mehrere Konkurrenten hinter uns zu lassen. Es muss in den kommenden Wochen eine Topbilanz sein." Bajic ist sich durchaus bewusst, welche Herkulesaufgabe auf die Zebras wartet.

Nicht nur offensiv, wo in der ersten Saisonhälfte zu wenig passiert ist, sondern auch defensiv muss sich der Neuling steigern. Zusammen mit dem Drittletzten SC Paderborn weist der MSV Duisburg die löchrigste Abwehr auf - 33 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. "Es kann ruhig jeder schreiben, dass wir die schlechteste Defensive haben. Trotzdem denken wir als Team optimistisch. Die positiven Dinge, die bei uns in der Kabine passieren und gesagt werden, kann uns keiner nehmen", meint der Kapitän. Allerdings schiebt der ehemalige Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina auch nach: "Ich habe jetzt schon oft gelesen, dass wir genug Potenzial haben und dass wir es schaffen können. Wir sollten jetzt dahin kommen, weniger zu reden, aber dafür mehr zu tun."

Die Frage, welche Bedeutung der Klassenerhalt für ihn persönlich besitzen würde, wiegelt der 36-Jährige kopfschüttelnd ab. "Was es für mich bedeutet, ist doch überhaupt nicht wichtig. Im Vordergrund stehen Verein und die Fans." Bajic weiter: "Der MSV bedeutet alles. Der Club gibt uns viel. Und wir Spieler wollen etwas zurückgeben. Ich möchte in den nächsten Monaten zufriedene Gesichter bei den Leuten in unserem Stadion sehen. Wir müssen als Mannschaft zeigen, dass wir es hinkriegen und das Beste abrufen."

(tt)
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