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MSV Duisburg
Der Glaube an den Klassenerhalt flammt wieder auf

Duisburg - Union
Duisburg - Union FOTO: dpa, rwe hak
Duisburg. Der MSV Duisburg hat die Partie gegen Union Berlin gedreht und durch den 2:1-Sieg wieder neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. Von Patrick Scherer

Um 14.16 Uhr war die Stimmung des Großteils der 12.702 Zuschauer in der MSV-Arena am Boden. Soeben hatte Bobby Wood das 1:0 für Union Berlin per Elfmeter erzielt. Wutschnaubend verließen die ersten Besucher das Stadion, halbgefüllte Bierbecher wurden schwungvoll auf dem Boden entsorgt. Doch an diesem sonnigen Märznachmittag wurde deutlich, wie schnell sich die Gefühlslage von Fußballfans ändern kann.

Nur neun Minuten später war die Woche der MSV-Anhänger gerettet. Der Duisburger Zweitligist hatte das Spiel gedreht, brachte es kurz später halbwegs souverän über die Bühne und hat durch die Düsseldorfer Niederlage im Parallelspiel neuen Mut im dennoch fast aussichtslos erscheinenden Abstiegskampf geschöpft.

"Das war ein wichtiges Zeichen, dass wir noch leben. Die drei Punkte sind Gold wert", sagte MSV-Trainer Ilia Gruev. In der ersten Halbzeit ging Gruevs Mannschaft noch die letzte Entschlossenheit ab. Torhüter Michael Ratajczak gab seiner Abwehr erneut keine Sicherheit. Die Defensivakteure verteidigten im Stile einer Jugendmannschaft – teilweise vogelwild. So hatte Duisburg Glück, dass es durch den Schuss von Christopher Trimmel, der an der Latte landete, nicht zurücklag.

Doch nach der Pause fand Duisburg endlich mit dem nötigen Mut der Verzweiflung besser in die Partie. Der Rückstand durch Woods Strafstoß (61.) kam daher überraschend. Von großer Verunsicherung war im Duisburger Team allerdings trotz der angespannten Unruhe im Stadion nichts zu merken. Stanislav Iljutcenko (65.) per sehenswertem Fallrückzieher und der eingewechselte Nico Klotz (70.) sorgten kurz später für den Stimmungsumschwung.

Nach zwei Unentschieden in Frankfurt und Braunschweig feierte der MSV den ersten Sieg 2016. Der Glaube an den Klassenerhalt flammte somit neu auf. Bei Fans und Spielern. "Morgen spielt 1860 München in Leipzig. Das schauen wir uns ganz in Ruhe an. Dann sind es hoffentlich weiterhin sechs Punkte Rückstand – und dann greifen wir an", sagte Linksverteidiger Kevin Wolze.

Quelle: RP
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