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Msv Duisburg
Die Wandlung des "Mini-Messi"

Msv Duisburg: Die Wandlung des "Mini-Messi"
Giorgi Chanturia erlebte beim MSV bisher ein Wellental. Coach Ilia Gruev schreibt den Georgier keineswegs ab: "Er kann noch sehr wertvoll werden." FOTO: Fabian Strauch
Fussball. MSV Trainer Ilia Gruev sieht im georgischen Nationalspieler eine Art Trumpfkarte: "Er kann noch sehr wertvoll werden." Trainingskader reduziert: Behr, Engin, Kayaoglu, Schumacher und Yaffa sind "unten" Von Thomas Tartemann und Thomas Kristaniak

Genau 388 Minuten hat Giorgi Chanturia bisher in der 2. Bundesliga für den MSV Duisburg absolviert. Der in seiner georgischen Heimat als "Mini-Messi" gefeierte Dribbler feierte Anfang Oktober 2015 einen Traumeinstand, als ihm das 1:0-Siegtor gegen den SC Paderborn glückte. Doch danach folgte ein Leistungs-Wellental. Chanturia präsentierte sich zu ballverliebt, ließ wie beim 2:4 in Leipzig die defensive Absicherung vermissen. Nach dem Trainingslager in der Türkei schienen die Arbeitsnachweise in den Testspielen nicht wirklich bedeutend besser zu werden, doch mittlerweile hat der 22-Jährige einige Gänge hochgeschaltet. Auf die Frage, ob er Chanturia als Gewinner oder Verlierer der letzten Wochen sieht, meint Trainer Ilia Gruev süffisant: "Wir sind weder beim Lotto noch bei Mensch-ärgere-Dich-nicht. Giorgi hat seine Laufleistung verbessert, er macht mehr Meter, als das vorher der Fall gewesen ist. Chanturia versucht auch, sich an die Aggressivität zu gewöhnen, die man im Abstiegskampf haben muss. Das war sicherlich eine Umstellung für ihn." Der Duisburger Fußballlehrer sieht den Ex-Arnheimer auf "einem guten Weg" und prognostiziert: "Giorgi kann für uns noch sehr wertvoll sein."

Am Rosenmontag (20.15 Uhr), wenn es für die Zebras mit dem Restrundenstart bei Mitaufsteiger Arminia Bielefeld wieder los geht, steigt das erste von insgesamt 15 Endspielen. Giorgi Chanturia wird nach letzten Erkenntnissen dem 18er-Kader angehören, da Ilia Gruev zum einen offensive Optionen benötigt und zum anderen noch längst nicht alle Profis an Bord sind. Victor Obinna, aufgrund seiner England- und Italien-Erfahrung ein noch größerer Hoffnungsträger als Chanturia, hat sein Programm nach der Dezember-Knieoperation gesteigert. Für ein Comeback ist es aber noch zu früh. "Seine Qualität fehlt uns natürlich", räumt Gruev ein, "das Gleiche gilt für Martin Dausch, der nächste Woche wegen seiner Hüftprobleme in München bei einem Spezialisten vorstellig wird. Aber leider kann ich nichts ändern. Ich hoffe, dass Victor so schnell wie möglich fit wird."

Ilia Gruev möchte mit 20 bis 22 Feldspielern im Kader versuchen, den Abstieg doch noch zu verhindern. FOTO: Firo/Jürgen Fromme

Eine Prognose, wann Mittelfeld-Triebfeder Dausch wieder grünes Licht geben kann, ist zurzeit unmöglich. Der ebenfalls lange verletzte Enis Hajri hat sich in den letzten Tagen an erste Ballberührungen herangetastet. "In zwei, drei Wochen wird es Richtung Mannschafts-Training gehen", so Gruev. Bei Stürmer Simon Brandstetter könnte das Teamtraining schon übernächste Woche Formen annehmen. Damit der Kader nicht zu aufgebläht ist, hat Ilia Gruev reagiert. "Ich möchte mit 20 bis 22 Feldspielern arbeiten", sagt er, "wir haben durch einige Nachverpflichtungen und Leute, die nach Verletzungen zurückkommen, einen großen Kader. Einige Jungs zählen jetzt zur U 23." Neben Mittelfeldtalent Dominik Behr, der schon vor dem Trainingslager in die Zebra-Reserve wechselte, sind nun auch Offensivkraft Ahmet Engin, Linksverteidiger Nurettin Kayaoglu, Stürmer Yusupha Yaffa und Keeper Maurice Schumacher im Aufgebot von U-23-Trainer Manfred Wölpper dabei. Der neuverpflichtete Schweizer Timothy Dieng bildet mit Platzhirsch Michael Ratajczak und Marcel Lenz das neue Profi-Torwarttrio.

Quelle: RP
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