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MSV Duisburg
Ein Ende mit Schrecken?

Rostock - MSV: Einzelkritik
Rostock - MSV: Einzelkritik FOTO: archiv
MSV-Trainer Sasic steht im Mittelpunkt der Kritik. Die Vorwürfe zielen in Richtung Menschenführung / Die Mannschaft ist nach den Niederlagen gegen München oder in Rostock scheinbar am Ende. Von Bernd Bemmann

Am 14. April findet beim MSV die Jahreshauptversammlung statt. Viel Wirbel wird es wohl schon im Vorfeld der wahrscheinlich brisanten Tagung geben. Sportlich ist die Saison nämlich gelaufen. Nach den beiden Niederlagen gegen München 60 (0:1) und in Rostock geht nichts mehr in Richtung Tabellenspitze. Die Enttäuschung ist groß. Das Ziel ist deutlich verfehlt. Um den Aufstieg mitspielen wollte der MSV. Realität ist, dass die Mannschaft ins Mittelmaß abgerutscht ist. Die Vereinsführung steht vor einem Scherbenhaufen.

Lebloser Eindruck

Im Mittelpunkt der wachsenden Kritik steht Trainer Milan Sasic (51). Dass die Mannschaft beim 1:3 in Rostock einen leblosen und willensschwachen Eindruck hinterließ, wird dem Kroaten angelastet. Er erreiche die Spieler nicht mehr, wird spekuliert. Schuld an der Vergiftung des Klimas waren offenbar einige Vorfälle, die auf eine zerrissene Stimmung schließen lassen und die jetzt von MSV-Spielern bestätigt wurden.

Der Pressesprecher soll zunächst Anfang der letzten Woche suspendiert worden sein, weil er den Pressespiegel mit etwas Verspätung beim Trainer abgeliefert habe. Mit dem Busfahrer soll es wegen einer Kleinigkeit eine lautstarke und offenbar handgreifliche Auseinandersetzung gegeben haben. Zwei Zeugwarte, von denen einer seit Jahrzehnten beim MSV angestellt ist, sollen arg vergrätzt sein. Spannungen mit der medizinischen Abteilung soll es auch gegeben haben.

Zu frühe Belastung beispielsweise bei verletzt gewesenen Spielern wie Sören Larsen oder Keven Schindler habe Schaden verursacht. Mihai Tararache soll nach seiner Knie-OP vom Trainer viel zu früh auf die Laufbahn geschickt worden sein. Die Menschenführung des Trainers münde in ein Klima der Verunsicherung, so der Vorwurf. Genau den Eindruck machte die Mannschaft in Rostock. Sportdirektor Bruno Hübner wollte die eskalierenden Vorwürfe nach der Niederlage in Rostock nicht "zu hoch hängen". Schließlich war er es, der sich für Sasic stark gemacht hatte.

Einen wichtigen Aspekt nannte einer der Insider. Im Hinblick auf die kommende Saison kämen solch negative Geschichte über eine Zerrüttung im Verein nicht gut an bei Spielern, die sich mit dem Gedanken tragen, für die neue Saison eventuell zum MSV zu kommen. Eine ganze Reihe neuer Spieler muss auf jeden Fall verpflichtet werden, wenn es weitergehen soll mit dem Traditionsverein, der längst in eine tiefe Schublade gesunken ist. Wie bekannt laufen die Verträge von so genannten Leistungsträgern wie Starke (Köln?), Tiffert (Düsseldorf?) oder Grlic aus. Darüber hinaus werden einige Leihgeschäfte wie der beispielsweise von Caiuby (zurück nach Wolfsburg?) im Juni enden. Ein Ende mit Schrecken?

Quelle: RP
 
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