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Msv Duisburg
Genügend Gründe zur Besorgnis

Msv Duisburg: Genügend Gründe zur Besorgnis
Haarsträubend: Stanislav Iljutcenko köpft FSV-Keeper André Weis den Ball aus kurzer Distanz in die Arme. FOTO: Fabian Strauch
Fussball. Zweite Bundesliga: Der MSV Duisburg verliert auch sein Heimspiel gegen den FSV Frankfurt. Die personelle Situation der Meidericher hat sich verschärft. Die Trainerfrage stellt sich nach Aussage des MSV-Präsidenten Ingo Wald nicht. Von Dirk Retzlaff und Thomas Tartemann

Es sind die Reflexe, die in den Medien zum Tagesgeschäft gehören. Präsident Ingo Wald stand unmittelbar nach der 0:1 (0:1)-Niederlage des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg gegen den FSV Frankfurt dem Privatsender Sky Rede und Antwort. "Nein, bei uns gibt es keine Trainerdiskussion", sagte Wald. Gino Lettieri steht tatsächlich derzeit beim Tabellenletzten, der gerade einmal zwei Punkte auf dem Konto hat, nicht zur Diskussion.

Es mag für Lettieri sprechen - aber tatsächlich gibt die Analyse des gestrigen Spiels genügend Gründe zur Besorgnis. Denn die personell stark dezimierte Mannschaft ist offensichtlich intakt, und sie spielt am Limit ihres Leistungsvermögens. Es ist eine Frage der Qualität - und mehr scheint derzeit nicht möglich zu sein. Nur so lässt sich die Wahrnehmung der Beteiligten nachvollziehen. Linksverteidiger Kevin Wolze: "Das Spiel macht Mut für die nächsten Wochen."

Der King in der Zange: Stürmer Kingsley Onuegbu rackerte in der Offensive der Zebras vergeblich. FOTO: Fabian Strauch

Natürlich hätten die Zebras gestern ein Tor schießen können. Mit mehr Glück. Und mit mehr Können. Es war haarsträubend, wie Stanislav Iljutcenko den Ball in der 29. Minute nach einem Eckball FSV-Torwart André Weis in die Arme köpfte. Ein Vollblutstürmer kann solche Situationen auch anders lösen. In der zweiten Halbzeit gab es zwei aussichtsreiche Freistoß-Chancen aus 17 Metern. Gute Chancen, die Branimir Bajic und Martin Dausch nicht nutzten.

Beim Tor des Tages durch Manuel Konrad in der 32. Minute lief in der Duisburger Abwehr in Anschluss an eine Ecke einiges schief. Am Ende legte Tim Albutat dem Torschützen den Ball mit der Brust unfreiwillig vor. Lettieri brach für den gestern zweikampfstarken Mittelfeldspieler trotzdem eine Lanze: "Es war sein bestes Spiel, seitdem er bei uns ist." Es gab aber noch einen weiteren dicken schwarzen Fleck auf Albutats Weste. In der 83. Minute kassierte er die Rote Karte, weil er den Frankfurter Fanol Perdedaj von hinten von den Beinen holte. "Eine dumme Aktion", wie MSV-Sportdirektor Ivo Grlic hinterher zu Protokoll gab. Lettieri reagierte unmittelbar nach dem Spiel und stellte sicher, dass Enis Hajri im Match der U 23 gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter, in dem er Spielpraxis sammeln sollte, vorzeitig ausgewechselt wurde. Lettieri braucht ihn am Mittwoch im nächsten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig.

In den Stunden vor der Partie gegen Frankfurt hatte sich die ohnehin schon brenzlige Personalsituation bei den Zebras weiter zugespitzt. Martin Dausch und Kevin Scheidhauer bestanden den Fitnesstest nicht und saßen zunächst nur auf der Bank. Klotz hatte verletzungsbedingt in den letzten zehn Tagen nur eine Trainingseinheit bestritten. Im Laufe der zweiten Halbzeit ging Lettieri Risiko, indem er Scheidhauer und Dausch ins Rennen warf. "

Vor dem Braunschweig-Spiel wächst der Druck, doch Martin Dausch hofft, "dass wir jetzt nicht verkrampfen." Neuzugang Victor Obinna wird dann wahrscheinlich weiterhin zusehen müssen. Die Hoffnungen, dass der russische Verband bis dahin die Freigabe für den Nigerianer erteilt, sind gering. MSV-Boss Ingo Wald: "Ich kenne die Beweggründe nicht. Aber ich glaube nicht mehr, dass die Russen ihn freigeben." Ab Donnerstag kann die DFL eine vorläufige Spielberechtigung erteilen. Dann könnte Obinna am Samstag in Berlin erstmals für den MSV spielen. Bei Offensivspieler Georgi Chanturia - der MSV bemüht sich um die Dienste des georgischen Nationalspielers - kann laut Ingo Wald heute eine Entscheidung fallen.

Quelle: RP
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