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Msv Duisburg
Grüne Zebras weiter mit Roter Laterne

Bielefeld - Duisburg
Bielefeld - Duisburg FOTO: dpa, frg hpl
Fussball. Trotz phasenweise passabler Leistungen versäumte es Fußball-Zweitligist MSV Duisburg gestern Abend bei der 1:2-Niederlage bei Arminia Bielefeld, Boden im Abstiegskampf gut zu machen.

Ilia Gruev war durchaus mutig. Seine ganz in Grün gekleidete Elf trat in Bielefeld ganz schön offensiv auf: James Holland spielte allein hinter dem Mittelfeld auf der Sechser-Position, vorne sollten der portugiesische Neuzugang Tomané und Kevin Scheidhauer für Druck sorgen. Diese Rechnung ging zunächst auf. Der MSV begann couragiert und hatte in der Anfangsphase deutlich mehr vom Spiel. Nach elf Minuten konnten die grünen Zebras folgerichtig erstmals jubeln: Kevin Wolze hatte auf der linken Seite freie Bahn, seine Flanke legte Zlatko Janjic per Kopf auf Thomas Bröker ab, und der hatte keine Probleme, den Bielefelder Keeper Wolfgang Hesl aus kurzer Distanz zu bezwingen. Die Gastgeber, die in dieser Saison in ihren bisherigen neun Heimspielen nur einmal siegten, wirkten verunsichert. Um so ärgerlicher aus Duisburger Sicht, dass zwei Unkonzentriertheiten die Partie kippten.

Ein Konter im eigenen Stadion brachte in der 22. Minute den Ausgleich. Arminen-Goalgetter Fabian Klos stand nach einem blitzschnell vorgetragenen Angriff mit der Rücken zum Tor, drehte sich blitzschnell und schob den Ball an Michael Ratajczak vorbei ins Netz, wobei fast die gesamte Abwehr des MSV freundlich Spalier stand. Die Vorarbeit hatte der Bielefelder Neuzugang Francisco Rodriguez geleistet.

Eine weitere Unsicherheit der Hintermannschaft des MSV sorgte vier Minuten später für die Bielefelder Führung. Francisco Rodriguez bediente mit einem Steilpass Fabian Klos, der quer auf Christopher Nöthe ablegte, und der brauchte nur noch einzuschieben. In der Folgezeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei der MSV über weite Strecken nicht wie ein Tabellenletzter agierte. Eine flache Hereingabe von Tomané auf Kevin Scheidhauer wäre beinahe im Bielefelder Tor gelandet (37.), doch Sebastian Schuppan kratzte den Ball kurz vor der Linie noch weg.

In der Schlussminute der ersten Halbzeit musste Ratajczak bei einem Freistoß von Brian Behrendt aus rund 30 Metern noch einmal nachfassen - ein weiteres Bielefelder Tor hätte zu diesem Zeitpunkt allerding auch nicht dem Spielverlauf entsprochen. Eher verhalten fiel der Start in die zweite Hälfte aus. Ein Fernschuss von Janjic (60.), den Hesl glänzend parierte, war zunächst die einzig nennenswerte Aktion. Aber er war so etwas wie ein Weckruf für die Zebras, die anschließend den Druck deutlich erhöhten. Tomané, der ein ordentliches erstes Spiel für den MSV absolvierte, traf in der 67. Minute nur das Außennetz. Immer wieder trieb Gruev seinen Mannen von der Außenlinie an, während Bielefelds Coach Norbert Meier, unter dem Gruev einst selbst in Duisburg als Spieler aktiv war, seine bekannt zerknitterte Miene aufsetzte. Besonders Janjic, Grote und Wolze setzten immer wieder Impulse nach vorn, doch etwas Zählbares wollte einfach nicht herausspringen. Am Ende setzte Gruev alles auf eine Karte und brachte mit Stanislav Iljutcenko, Kingsley Onuegbu und Giorgi Chanturia noch drei Offensivkräfte - vergeblich. Am Ende stand der MSV erneut mit leeren Händen da und bleibt Tabellenletzter. Der Klassenerhalt rückt in immer weitere Ferne. Holland wird nach seiner zehnten gelben Karte den Zebras im nächsten Spiel fehlen.

(mtm)
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