| 00.00 Uhr

Msv Duisburg
Obinna lacht über Malaysia-Gerüchte

Fussball. MSV Duisburg: Der Nigerianer schuftet im Kraftraum hart für sein Comeback. Trainer Ilia Gruev will seinen Jungs während der Wintervorbereitung vermitteln, dass sie im restlichen Saisonverlauf noch 25 Punkte holen können. Von Dirk Retzlaff

Beim Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg war Victor Obinna auf dem Platz gestern nicht zu sehen. Auf dem Klubgelände in Meiderich war der 28-Jährige trotzdem zugegen. Der Mittelfeldspieler schuftete im Kraftraum und soll sich dort über einen Medienbericht aus dem fernen Asien kaputtgelacht haben. Das malaysische Internetmedium Fourthofficial.com hatte am Dienstag vermeldet, dass der Nigerianer vor einem Wechsel zum malaysischen Profiklub Terengganu FA stehe. MSV-Sportdirektor Ivica Grlic dementierte dies umgehend: "Da ist nichts dran. Das ist eine Falschmeldung."

Fourthofficial.com zitiert FA-Generalsekretär Arpin Draman: "Obinna wird in dieser Woche bei uns eintreffen. Wir haben das mit seinem Berater abgesprochen. Ich hoffe, er wird unsere Offensive beleben." Beim MSV Duisburg lag Obinna mehrere Wochen mit Knieproblemen auf Eis, nach Vereinsangaben unterzog er sich kurz vor Weihnachten in Straubing einer Arthroskopie. Zuletzt hieß es, der Nigerianer leide an einer Arthrose. Dies ist dem Medienbericht zufolge in Malaysia bekannt. "Wir sind nicht daran interessiert, einen Spieler zu verpflichten, der nicht fit ist. Deshalb muss sich Obinna einem Medizincheck unterziehen", wird Draman zitiert.

Beim MSV Duisburg hoffen sie vielmehr, dass Obinna nach seinem Eingriff zügig zu alter Stärke zurückfindet. Nach Asien führt sein Weg trotzdem. Der Nigerianer wird nächste Woche Donnerstag mit ins Trainingslager in die Türkei reisen und soll in Belek einzelne Trainingseinheiten bestreiten - auch mit dem Ball und auch im Mannschaftskreis. Abgeschrieben hat ihn Trainer Ilia Gruev für den Ligastart am Rosenmontag in Bielefeld noch nicht: "Wenn es optimal läuft, könnte es klappen."

Weniger Hoffnung gibt es für Pierre De Wit. Der einstige Mittelfeldregisseur laboriert weiterhin an Knieproblemen und kann nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, auch das Trainingslager ist für ihn kein Thema. Bei Enis Hajri sieht es hingegen etwas besser aus: Der Defensivmann, zuletzt mit einem Bänderriss im Knöchel außer Gefecht, absolvierte zumindest das Aufwärmtraining. Torwart Michael Ratajczak fehlte gestern mit Leistenproblemen. "Das ist keine dramatische Sache", glaubt Ilia Gruev an eine schnelle Rückkehr des Keepers.

Mit dem gestrigen Trainingsauftakt begann für die Zebras die Mission, im Abstiegskampf das Feld von hinten aufzurollen. 25 Punkte aus 15 Spielen hat Ilia Gruev für die Rettung veranschlagt. Das soll keine unerreichbare Messlatte für die Fußballspieler des Tabellenletzten bleiben.

"Wir werden das den Spielern vermitteln", sagt Gruev und fügt hinzu: "Es geht hier nicht um Hoffnung, sondern um den Glauben." Ivica Grlic ist sich sicher, dass die Botschaft beim Personal bereits angekommen ist: "Ich habe in die Augen der Spieler geschaut. Sie glauben an ihre Chance." Grlic erwartet von den Spielern hundertprozentigen Einsatz: "Der MSV Duisburg muss erste Priorität sein. Das muss jeder in jeder Einheit unter Beweis stellen."

Ilia Gruev sah seine Spieler nach der Weihnachtspause in einem guten Zustand. Der 46-Jährige rechnet nicht mit bösen Überraschungen, wenn ihm Fitnesstrainer Andreas Tappe heute die Auswertung der Fitnesswerte auf den Tisch legen wird. In den kommenden Tagen wartet ein strammes Programm auf das Team. Am Samstag steht das erste Testspiel beim Bundesligisten 1. FC Köln auf dem Programm. Bis dahin müssen die Zebras noch in acht Trainingseinheiten ran. Für Langschläfer ist beim MSV kein Platz: Heute bittet Ilia Gruev seine Jungs bereits um 8 Uhr zu einer Laufeinheit.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Msv Duisburg: Obinna lacht über Malaysia-Gerüchte


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.