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Msv Duisburg
Pauli schlagen: Gruev weiß, wie es geht

Msv Duisburg: Pauli schlagen: Gruev weiß, wie es geht
Der Spieler Ilia Gruev konnte 2002 den FC St. Pauli schlagen. Morgen will er das auch als Cheftrainer schaffen. FOTO: Fabian Strauch
Fussball. Der heutige Zebra-Coach war beim letzten Sieg über die Kiezkicker als Spieler dabei. Gut 13 Jahre später braucht der Bulgare die Punkte, um die Hoffnung auf die Rettung am Leben zu erhalten. Von Dirk Retzlaff

Der MSV Duisburg wartet in der 2. Bundesliga seit dem 29. November auf einen Sieg. Damals schlugen die Zebras den SV Sandhausen mit 3:0. Gegen den morgigen Gegner FC St. Pauli warten die Duisburger viel länger auf ein Erfolgserlebnis. Zuletzt besiegte der MSV die "Boys in brown" im Dezember 2002 mit 2:1. Der heutige MSV-Trainer Ilia Gruev war damals noch als Spieler dabei. Er weiß also, wie es geht.

Damals stand die von Bernard Dietz betreute Mannschaft, für die Pavel Drsek und Marius Ebbers die Tore erzielten, auf dem sechsten Rang. Gut 13 Jahre später sucht der MSV verzweifelt Anschluss an den Relegationsrang. Die Situation hat sich gestern Abend im Sinne der Duisburger verändert. Der SC Paderborn verlor sein Heimspiel gegen Spitzenreiter RB Leipzig mit 0:1. Somit kann der MSV morgen mit einem Sieg bis auf zwei Punkte zum Bundesliga-Absteiger aufschließen.

Victor Obinna macht Fortschritte. FOTO: firo/Nagraszus

Der Vorletzte TSV 1860 München legt heute ab 13 Uhr im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf vor. Da dürften die Duisburger Anhänger ausnahmsweise den Nachbarn aus der Landeshauptstadt die Daumen drücken.

Am Ende haben die Ergebnisse der anderen Klubs keine große Bedeutung, wenn der MSV seine eigenen Hausaufgaben nicht macht. Auch wenn die Zebras den Punktgewinn in Fürth als Erfolgserlebnis verbuchen, bringen solche Ergebnisse das Team nur bedingt nach vorn. Ein Remis in Fürth mag im September ein Erfolg sein, im Februar ist es in der aktuellen Situation der Meidericher zu wenig. Folglich ist der Druck, zum dritten Mal in der laufenden Saison einen Dreier zu landen, für den MSV auch morgen groß. Der Bulgare kennt die Qualitäten der Kiezkicker: "Sie spielen sehr diszipliniert und lauern auf die Fehler der Gegner." Somit setzt auch Gruev auf taktische Disziplin und auf Fehlerminimierung.

Der Trainer ist hier auf ein glückliches Händchen bei der Besetzung seines defensiven Mittelfeldes angewiesen. James Holland ist gesperrt, die Wahl für den vakanten Platz auf der Doppel-Sechs neben Tim Albutat dürfte zwischen Neuzugang Baris Özbek und Kevin Wolze fallen. Auf der linken Außenbahn könnte Dennis Grote ins Team zurückkehren. Tomané wird voraussichtlich als einzige Sturmspitze auflaufen. Für den Portugiesen schlägt nach der kurzen Eingewöhnungszeit allmählich die Stunde der Wahrheit. "Ich erwarte Tore von ihm", hatte der Trainer bei der Präsentation des Stürmers gesagt: Seit gestern ist Tomané übrigens MSV-Mitglied. Und nicht nur er: Die Mannschaft trat geschlossen dem Verein bei. Kapitän Branimir Bajic: "Die ganze Mannschaft hat sofort ,Ja' gesagt." Zuletzt bot das Team vom Millerntor wechselhafte Vorstellungen: Einem 1:0-Sieg über Aufstiegsaspirant RB Leipzig folgte eine 1:3-Pleite gegen den FSV Frankfurt.

Pauli-Trainer Ewald Lienen stellt sich auf einen harten Kampf gegen seinen Ex-Klub ein: "Wir waren vor einem Jahr in einer ähnlichen Situation und sehr unangenehm zu bespielen, weil wir uns mit Händen und Füßen gewehrt haben. Bei den Duisburgern wird es nun genauso sein, was es für uns sehr schwer macht."

Quelle: RP
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