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MSV Duisburg
Tomané ist da - darf aber nicht spielen

MSV Duisburg: Tomané ist da - darf aber nicht spielen
Das Trainerteam mit (von links) Daniel Felgenhauer, Sven Beuckert und Ilia Gruev beim Trainingsauftakt in Duisburg. FOTO: Udo Milbret
Fußball. MSV Der portugiesische Stürmer Tomané ist in Duisburg eingetroffen. Trainieren darf er mit den Zebras aber noch nicht - die Freigabe fehlt noch. Das für heute geplante Testspiel beim KFC Uerdingen fällt aus. Von Dirk Retzlaffu Nd Thomas Tartemann

Enttäuschte Gesichter an der Westender Straße, die Trainingskiebitze kamen gestern vergeblich zur Vereinsanlage des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, um Neuzugang Tomané in Augenschein zu nehmen. Der Mann fehlte. Immerhin: Der Portugiese traf am Sonntagabend in Duisburg ein. Allerdings fehlt noch die Freigabe seines Vereins Vitoria Guimaraes, sodass der 23-Jährige noch nicht mit den Zebras trainieren darf.

Sportdirektor Ivica Grlic erlebte in dieser Saison so manchen schlechten Tag, gestern kam ein weiterer hinzu. Der 40-Jährige war ein personifiziertes Fragezeichen. "Ich weiß nicht, was die Verantwortlichen von Vitoria Guimaraes bewegt, uns bislang nicht die Freigabe zuzuschicken", so Grlic.

Welches Spiel treibt Vitoria Guimares? Das Leihgeschäft mit dem portugiesischen Erstligisten bis zum Saisonende ist laut Grlic in trockenen Tüchern. Aber erst wenn der Verein die vorläufige Freigabe des Spielers per E-Mail an den MSV schickt, darf der 23-Jährige mit seinen neuen Kollegen trainieren. So trainierte der Kader gestern ohne Tomané, der währenddessen in seinem Hotelzimmer weilte und zudem erste Eindrücke seiner vermutlich neuen Wahlheimat sammelte. Am Vormittag hatte der Stürmer den Medizincheck in der Buchholzer Unfallklinik bestanden. Hauptsache gesund.

Über die Beweggründe der Portugiesen kann derzeit nur spekuliert werden. Eine von vielen Spekulationen: Der Klub spielt auf Zeit und könnte seinen Stürmer in den nächsten Tagen wieder zurückbeordern. Denn in Portugal hat gerade das Trainerkarussell Fahrt aufgenommen. Der FC Porto, nächster Gegner von Borussia Dortmund in der Europa League, hat vor wenigen Tagen Trainer Julen Lopetegui gefeuert. Zum Kreis der Nachfolgekandidaten zählt Guimaraes-Coach Sérgio Conceiçao. Sollte der frühere Nationalspieler den Zuschlag erhalten, könnte dessen Nachfolger wiederum auf Tomané nicht verzichten wollen.

MSV-Trainer Ilia Gruev möchte indes auch nicht auf den Angreifer verzichten. Der 46-Jährige traf den Spieler bereits am Sonntagabend, nachdem dieser auf dem Flughafen Köln/Bonn gelandet war. Gruevs erster Eindruck war positiv. "Er hat eine gute Körpersprache", stellte der Bulgare fest. Gruev weiter: "Das Entscheidende ist, er will für uns spielen. Ich glaube, dass er uns helfen kann." Dass Tomané auf der internationalen Bühne ein unbeschriebenes Blatt ist, ist aus Sicht des Trainers nicht zwangsläufig ein Makel: "Er kommt aus einer starken Liga und war dort Stammspieler."

Nicht nur Tomané, sondern auch die übrigen Zebras sollten heute Abend beim KFC Uerdingen ein Testspiel bestreiten. Das Match fällt jedoch aus, weil die Stadt Krefeld den Platz im Grotenburg-Stadion gesperrt hat. Der MSV bemüht sich nun kurzfristig um eine Alternative, eventuell steht morgen eine Ersatzpartie an. Das Testspiel am Samstag beim VfL Bochum ist fest terminiert. Anstoß im Bochumer Stadionist um 14 Uhr.

Quelle: RP
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