Eilmeldung
Bandenkriminalität:

NRW hat "König der Taschendiebe" abgeschoben

| 00.00 Uhr

Msv Duisburg
Union-Coach: "Die Tabelle lügt nicht"

Msv Duisburg: Union-Coach: "Die Tabelle lügt nicht"
FOTO: Christof Koepsel
Fussball. Die Zebras erwarten heute einen selbstbewussten Gast aus Berlin. Das Team von Trainer Ilia Gruev will mit einem Sieg weiter am letzten Strohhalm festhalten. Obinna steht vor der Rückkehr in den Kader. Von Dirk Retzlaff

Beim letzten Heimsieg gegen den FC St. Pauli war Ilia Gruev als Spieler dabei, der letzte Siegtreffer bei Eintracht Braunschweig ging auf die Kappe des Bulgaren und auch gegen den FC Union Berlin konnte Gruev seine Duftmarke setzen. Er traf mal gegen den heutigen MSV-Trainer Sven Beuckert im Union-Tor. Das ist fast 15 Jahre her. Doch der 46-Jährige ist nun Trainer und kein Spieler mehr. Auf dem Platz kann er nicht mehr helfen. Nun hofft er, dass heute im Heimspiel gegen Union Berlin (13 Uhr, Schauinslandreisen-Arena) einer seiner Jungs in die Rolle schlüpft, das entscheidende Tor zu machen.

Im Tor der Köpenicker steht aktuell Daniel Haas, der zusammen mit Ersatzmann Jakob Busk (sechs Einsätze) 38-mal hinter sich greifen musste. Das spricht nicht für einen starken Abwehrverbund, doch dafür ist Eisern Union im Angriff umso gefährlicher. Die Berliner haben 42 Tore erzielt - eines mehr als Spitzenreiter Leipzig. Der US-Amerikaner Bobby Wood, zuletzt beim 4:0-Erfolg über Frankfurt zweifach erfolgreich, ist mit zwölf Treffern die schärfste Waffe der Berliner. Auch beim 3:2-Hinspielsieg über den MSV war er einmal erfolgreich. Ein ähnlich gefährlicher Torjäger ist beim MSV in dieser Saison nicht in Sicht. Kingsley Onuegbu führt mit drei Treffern die interne Torjägerliste an. Mit Gefährlichkeit hat das nichts zu tun, allerdings kommt der King seit Wochen kaum noch zum Einsatz. Ob er heute seine Chance erhält?

Der harmlose Tomané gilt als gesetzt. Ilia Gruev lobte in dieser Woche einmal mehr den Einsatz des Portugiesen. Der 23-Jährige trifft zwar das Tor nicht, überzeugt den Coach aber mit seiner Lauf- und Ballarbeit. Ähnliches gilt für Stanislav Iljutcenko, den der Trainer zuletzt als von den Medien zu schlecht bewertet sah. Auch gegen Union Berlin will der MSV alles unternehmen, um irgendwie den letzten dünnen Strohhalm zu greifen. Der obligatorische Durchhalte-Satz "Wir glauben weiter an uns" kam in dieser Woche von Abräumer James Holland. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das möchte jeder Fußballer", unterstreicht der Australier. Holland dürfte auf der Doppelsechs heute gemeinsam mit Baris Özbek, der als Ex-Unioner zusätzlich motiviert ist, zum Einsatz kommen. Einen Platz im Kader könnte Victor Obinna erhalten. "Er war die letzten Tage schmerzfrei", hofft Gruev, den Offensivmann im Spielverlauf ins Rennen schicken zu können. Der MSV-Trainer will heute keinen "Harakiri-Fußball" spielen. "Wir müssen das Spiel kontrollieren. Das ist uns in Braunschweig über weite Strecken sehr gut gelungen." Die Gäste, die mit dem Ex-Duisburger Sören Brandy kommen, lieferten zuletzt wechselhafte Leistungen ab, kletterten in der Tabelle bis auf den neunten Platz. Die Köpenicker kommen selbstbewusst an die Wedau und peilen ihren vierten Auswärtssieg an. Der neue Trainer André Hofschneider sagt: "Ich glaube, die Spieler von Duisburg können genauso wie unsere Akteure die Tabelle lesen. Nach 25 Spieltagen lügt keine Tabelle, wir können die Favoritenrolle sicherlich nicht Duisburg geben."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Msv Duisburg: Union-Coach: "Die Tabelle lügt nicht"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.