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MSV Duisburg
"Wir sehen uns als Herausforderer"

Alle Transfers: die Übersicht
Alle Transfers: die Übersicht FOTO: DFL
Fussball. MSV: Dennis Grote muss sich in der 2. Bundesliga mit den Zebras umstellen. Die Favoritenrolle haben andere Mannschaften. Der Neuling aus Duisburg will sich aber auch nicht kleiner machen, als es unbedingt nötig ist. Von Thomas Tartemann

Den freien Sonntag verbrachte MSV-Profi Dennis Grote ganz entspannt im Kreise seiner Familie. Vom harten Laufcamp in Eisenach hatte sich der Blondschopf einen Tag nach der Rückkehr "schon ein bisschen erholt." Duisburgs Wirbelwind, der in seiner ersten Saison für die Zebras gleich 35 Spiele absolvierte, dabei sechs Tore und drei Vorarbeiten zum Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga beisteuerte, entpuppte sich als Verstärkung, auch wenn er nicht die ganz überragende Rolle einnehmen konnte.

"Ich will in der neuen Serie konstanter spielen", sagt die MSV-Stammkraft, die an vorheriger Wirkungsstätte bei Preußen Münster neun Mal getroffen hatte. "Davon waren aber aber auch sechs Treffer nach Strafstößen. So viele Tore wie in Duisburg habe ich aus dem Spiel heraus noch nie in einem Jahr erzielt", sagt der 28-Jährige. Zwischenzeitlich musste Grote aber auch die Bremse ziehen, weil seine Patellasehne ihm wochenlang massive Probleme bereitete. Der Offensivmann biss auf die Zähne und lief trotzdem für die Zebras auf. Ehrgeiz ging dabei vor Vernunft. "Im Nachhinein", sagt er heute, "wäre es besser gewesen, früher eine ausreichende Pause einzulegen. Jetzt würde ich es sicherlich anders angehen." Seit ein paar Monaten scheint die Patella-Problematik aber unter Kontrolle. "Im Moment ist alles gut. Um mein Knie kümmere ich mich sowieso parallel zu den normalen Einheiten."

Für den Familienvater hat sich der Wechsel von seinem Wohnort Münster nach Duisburg allemal bezahlt gemacht. "Ich bin schon sehr froh, dass ich damals den Schritt zum MSV Duisburg gemacht habe", betont Dennis Grote, "dass es sportlich so hervorragend funktionieren würde, konnte man im Vorfeld natürlich nicht erwarten. Für mich persönlich war es sehr wichtig, nochmal in die 2. Bundesliga zurück zu kommen."

Grotes Mission im Unterhaus ist nach 29 Einsätzen für den VfL Bochum und Oberhausens Rot-Weiße noch nicht abgeschlossen. Andere Spieler, mit denen er 2009 in der Deutschen U 21 durch einen 4:0-Endspielerfolg über England den Europameistertitel holte, sind mittlerweile raketenartig durch die Decke geschossen. Bayerns Manuel Neuer, Arsenals Mesut Özil oder Dortmunds Mats Hummels wurden im vergangenen Sommer Weltmeister mit der A-Nationalmannschaft. Grote: "Ich freue mich für jeden Einzelnen, dass er da ist, wo er jetzt ist. Ich bin nicht neidisch auf den Erfolg der ehemaligen U-21-Teamkollegen. Ich bin auch nicht traurig über das, was ich in meiner Laufbahn erreicht habe."

Beim nächsten Schritt will Dennis Grote mit dem MSV Duisburg den Klassenerhalt in der 2. Liga schaffen. "Wir sehen uns als Herausforderer", sagt der gebürtige Kaiserslauterner, "natürlich müssen wir uns umstellen. Dass wir mehr Spiele verlieren werden als zuletzt in der 3. Liga, ist wahrscheinlich." Und trotzdem sieht "Grotex" bei den Zebras genug Qualität, um auch gegen große Namen Akzente setzen zu können. "Nur die Bälle rauszuhauen, das war nie unser Spiel und wird es auch künftig nicht sein. Wir haben im DFB-Pokal bewiesen, dass wir gegen Zweitligisten mithalten können. Ich sehe uns gut aufgestellt und bin sicher, dass wir die nötigen Punkte holen werden." Wofür, ist klar. Grote: "Wir sagen bestimmt nicht, dass wir Achter werden wollen. Die Erwartungshaltung ist schon so groß genug. Wir machen es wie im Vorjahr: Von Spiel zu Spiel denken."

Quelle: RP
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