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Zum "Pokalkracher" nach Bielefeld

Lokalsport: Zum "Pokalkracher" nach Bielefeld
In der Liga gab's für die Frauen des MSV Duisburg zuletzt ein 0:1 gegen Wolfsburg. Nun soll es in Bielefeld aber besser laufen und ein Sieg her. Foto: Tanja Pickartz FOTO: Tanja Pickartz
Fussball. Nach vier Niederlagen in der Meisterschaft hofft der MSV Duisburg auf ein Erfolgserlebnis gegen Zweitligist Arminia. Trainer Christian Franz-Pohlmann hat mit einer Grippewelle zu kämpfen Von Thomas Kristaniak

In Ostwestfalen freuen sie sich auf einen "Pokalkracher". So ist es jedenfalls auf der Homepage von Arminia Bielefeld zu lesen. Der Frauenfußball-Zweitligist freut sich riesig auf das Duell mit Bundesligist MSV Duisburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals - und das so sehr, dass der DSC von seinem angestammten Spielort, dem Waldstadion Quelle, in die Schüco-Arena ausweicht, in der vor einigen Wochen die MSV-Männer einen 4:0-Sieg in der 2. Bundesliga gefeiert haben. Um 14 Uhr erfolgt am Sonntag der Anstoß auf der Alm.

Im weiteren Verlauf der Vorschau auf der Arminia-Seite wird deren Trainer Markus Wuckel so zitiert: "Mit dem MSV Duisburg kommt ein Traditionsverein im Frauenfußball, der schon viel gewonnen hat, zu uns in die Arena." Das stimmt natürlich so nicht, denn im Gegensatz zum FCR 2001, dessen Spielrecht nach der Insolvenz Ende 2013 auf den MSV übergegangen ist, können die Zebras noch keinen Erfolg für den Briefkopf vorweisen - abgesehen von der Zweitligameisterschaft 2016.

In diesem Jahr schaffte die Arminia auch den erstmaligen Aufstieg in die Zweitklassigkeit, sodass die morgige Partie das erste Duell zwischen den Erstvertretungen beider Klubs sein wird. Trotzdem wird es für viele ein Wiedersehen mit alten Bekannten sein. MSV-Trainer Christian Franz-Pohlmann: "Die Arminia ist eine ambitionierte Mannschaft, die ich sehr gut kenne. 60 Prozent der Spielerinnen habe ich beim FSV Gütersloh im Nachwuchs oder in der ersten Mannschaft selbst trainiert." Augenzwinkernd schiebt er nach: "Die Mannschaft kennt mich natürlich auch sehr gut." Soll heißen: So, wie Franz-Pohlmann über das Können der einzelnen Kickerinnen Bescheid weiß, geht es diesen umgekehrt mit seinen taktischen Kniffen. Jede Medaille hat halt zwei Seiten.

Christian Franz-Pohlmann wartet noch auf den ersten Sieg. FOTO: Lars Fröhlich

Die Stellung als "haushoher Favorit", die Markus Wuckel seinen Gästen zuschiebt, will der MSV-Coach nicht ganz so stehen lassen: "Natürlich ist es unser Anspruch, die nächste Runde zu erreichen. Aber es ist eben auch klar, dass wir nach vier Niederlagen in der Meisterschaft nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Zudem ist die Arminia ein sehr starker Zweitligist, der im Vorjahr im Pokal-Achtelfinale nur knapp mit 0:2 gegen den VfL Wolfsburg verloren hat."

Dass man einen unterklassigen Gegner nicht unterschätzen darf, hat der MSV zudem in der Vorsaison selbst erfahren, als es in dieser Konstellation eine 0:1-Niederlage in Cloppenburg setzte.

Problematisch wird die Ausgangslage für die Gäste außerdem dadurch, dass wie bei vielen anderen Teams derzeit die Grippewelle grassiert. "Es hat einige Spielerinnen erwischt", sagt Christian Franz-Pohlmann, der daher bei der Aufstellung womöglich ein wenig improvisieren muss. Immerhin könnte Yvonne Zielinski wieder dabei sein, die in der Vorwoche passen musste.

Quelle: RP
 
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