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Neuer Füchsetrainer zufrieden

Lokalsport: Neuer Füchsetrainer zufrieden
Im Hintergrund achten Torhüter Etienne Renkewitz und Stürmer Raphael Joly auf die neuen taktischen Anweisungen von Frank Petrozza zu. FOTO: Lars Heidrich
Eishockey. Der neue Mann an der Seitenlinie, Frank Petrozza, setzt auf Zusammenhalt und Gemeinschaft. Nach der ersten Einheit in der alten Heimat wird morgen die Taktik im Fokus stehen. Kapitän Björn Barta weiß um Petrozzas Erfolge. Von Friedhelm Thelen

Wie es so war? Die Frage war überflüssig. Kurz vor Ende seiner ersten Einheit als Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg schaute sich Frank Petrozza um. Er lächelte dabei. "Duisburg ist meine Heimat", sagte der Italo-Kanadier tags zuvor anlässlich seiner Verpflichtung. Und wer ihn kennt, weiß, dass das nicht einfach so dahergesagt war. "Es war gut", sagte er dann auch hinterher. "Die Jungs sind heiß. In der Mannschaft steckt viel Potenzial." Der Tag begann für Petrozza damit, sich mit seinem Co-Trainer Reemt Pyka auszutauschen. "Wir sind heute viel gelaufen. Das war eine gute Energie", so Petrozza.

Der Mittwoch wird im Zeichen der Taktik stehen. "Ich werde versuchen, den Spielern meine Philosophie zu vermitteln." Die hat viel mit Zusammenhalt und Gemeinschaft zu tun. Offenbar scheinen seine Worte auf fruchtbaren Boden zu fallen. Das Team trainierte intensiv - und mit viel Spaß. Kurz vor Ende rauschten Raphael Joly und Marius Nägele zusammen in die Bande, knufften sich kurz - und standen lachend wieder auf.

Wie es so war? Diese Frage kann man nach einem Trainerwechsel auch den Spielern stellen - am besten dem Kapitän. "Anstrengend", sagt Björn Barta. "Aber das ist dienstags immer so." Zweikämpfe stehen dann im Mittelpunkt. Nach nur einer Einheit ist es schwer, etwas über den neuen Trainer zu sagen. Als gegnerischen Coach hat er Petrozza freilich nun schon einige Male erlebt. "Aber von außen ist eine Beurteilung schwer. Doch er hat in der vergangenen Saison sehr viel erreicht", sagt der Füchse-Kapitän. Mit einem kleinen Kader gewann der Herner EV die Hauptrunden-Meisterschaft in der Oberliga Nord. "Bei Herne dachte man ja Woche für Woche: Die müssen doch jetzt einbrechen. Das ist aber nicht passiert - so ähnlich wie bei Leipzig in dieser Saison", schätzt Barta Hernes Teamleistung unter seinem neuen Trainer.

Auffallend ist jedoch, dass sich die Spielweise bereits in den letzten vier Spielen verbessert hat. "Es war auch einfach mal gut, dass wir gegen Berlin und Timmendorf Tore geschossen haben. An sich macht Berlin das in der Defensive ja sehr gut", so Barta. "Doch gegen uns sind ihnen mehr Fehler als üblich unterlaufen." Das wiederum gab den Füchsen Schwung - der im starken Spiel gegen Tilburg gipfelte. Das Spiel in Hannover am Sonntag jedoch war nicht sonderlich gut. "Aber anders als zuvor sind wir nicht an uns selbst gescheitert", betont der Kapitän. "Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden, während die Indians ihre wohl beste Partie in dieser Saison gespielt haben. Es war ganz einfach ein verdienter Sieg für Hannover." Was für den EVD in dieser Spielzeit bereits wichtig war und noch weiter werden kann: Auch Björn Barta selbst spielt bislang eine starke Saison. "Vielleicht habe ich wirklich ein Jahr gebraucht, um mich an diese Liga zu gewöhnen - auch wenn ein Jahr schon verdammt viel ist", so der 37-Jährige. "Aber ich spiele auch etwas risikoreicher. In der vergangenen Saison habe ich immer daran gedacht, dass ich ein Vorbild, ein Führungsspieler sein muss." Von dieser Last hat er sich befreit - und ist dadurch nun ein Vorbild und Führungsspieler. Am Wochenende geht es für die Füchse mit Partien gegen Teams aus dem Osten weiter. Zunächst sind am Freitag um 19.30 Uhr die Black Dragons Erfurt zu Gast. Am Sonntag (18.15 Uhr) geht es zu den Saale Bulls Halle.

Björn Barta (rechts), zeigte in dieser Saison gute Leistungen FOTO: Eickershoff
Quelle: RP
 
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