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Lokalsport
Petrozza kehrt als Trainer zum EVD zurück

Eishockey. Eishockey: Nach fünf Jahren beim Herner EV hat sich der 47-jährige Italo-Kanadier für einen Wechsel zu den Füchsen entschieden. Von Friedhelm Thelen

Das, was Raphael Joly heute für die Füchse ist, war einmal auch Frank Petrozza. Ein emotionaler Eishockeyspieler. Ein Topscorer. Und Publikumsliebling. Ab sofort werden die beiden zusammenarbeiten. Der Holland-Kanadier als einer der Leader im Team - und der Italo-Kanadier Petrozza, den die Fans immer "Francesco" gerufen haben, als neuer Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg.

Am Montagmorgen hatte zunächst der Oberliga-Konkurrent Herner EV die Vertragsauflösung und den Wechsel zu einem "benachbarten Verein" bekanntgegeben - am Nachmittag kam die Vollzugsmeldung der Füchse. Der 47-Jährige wird gemeinsam mit Co-Trainer Reemt Pyka das neue Gespann an der Duisburger Bande bilden. Pyka hatte nach der Freistellung von Doug Irwin das Füchse-Team vier Spiele lang interimsmäßig betreut und dabei drei Siege eingefahren - darunter das 4:1 am Freitag gegen den Oberliga-Meister Tilburg Trappers. "Die Neuverpflichtung von Frank Petrozza hat absolut nichts mit den Qualitäten oder der Person von Remy zu tun. Wir wollen aber mit einem starken Trainergespann unsere bekannte Zielsetzung endlich verwirklichen", sagt Füchse-Chef Sebastian Uckermann.

In Herne wurde die Nachricht nicht gut aufgenommen. Dabei hatten die Füchse früh mit dem HEV kommuniziert. Uckermann dazu: ". Im Vorfeld der Verhandlungen sind wir sehr transparent auf die Herner Führung zugegangen und haben unser Interesse entsprechend mitgeteilt. Aufgrund der vertraglichen Situation zwischen Frank Petrozza und Herne hatten wir allerdings überhaupt keine Einflussmöglichkeiten. Hätte Herne also Frank nicht freigegeben, hätten wir hiergegen nichts weiter tun können." Am Montag nun erklärte Jürgen Schubert, Geschäftsführer der Gysenberghallen GmbH, er sei von Frank Petrozza "menschlich enttäuscht". Das ärgerte den neuen EVD-Coach: "Ich wollte mich am Sonntag nach dem Spiel gegen Timmendorf von den Fans und der Öffentlichkeit nach fünf Jahren in Herne verabschieden. Das durfte ich nicht machen. Und dann kommt diese Pressemitteilung."

Petrozza, der nach seiner Zeit in Duisburg für Essen gespielt hat, ehe er 2012 Sportdirektor und im Oktober 2014 zusätzlich auch Trainer in Herne wurde, macht keinen Hehl aus seinem engen Bezug zu Duisburg: "Mein Herz war immer in Duisburg. Duisburg ist meine Heimat. Hier habe ich meine Frau kennengelernt und geheiratet. Meine Tochter Sophia ist hier geboren worden. Es war immer ein Traum, hierhin als Trainer zurückzukehren."

Dass es angesichts der Ziele der Füchse, endlich in die DEL2 aufzusteigen, nicht leicht wird, weiß Petrozza. Uckermann sagt: "In der Küche ist es heiß. Das ist Frank vollkommen klar." Der neue Füchse-Coach sieht viel Potenzial in seinem neuen Team. "Die Basis ist da. Ich werde der Mannschaft meine Philosophie nahe bringen", sagt er. Was er meint: "Alle fünf, die auf dem Eis stehen, müssen zusammenarbeiten für den Erfolg. Wir brauchen Konstanz in unseren Leistungen. Und wir müssen hungrig und bissig vor dem Tor sein."

Neuer Trainer in Herne wird Elmar Schmitz.

Quelle: RP
 
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