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Lokalsport
Vizekapitän bleibt beim Bundesligisten RESG

Es. ist offenbar nicht immer nur ein Sonnenscheinverhältnis, das Günther Szalek und Felipe Sturla verbindet. "Manchmal kann er auch etwas nervend sein", sagt der Trainer der RESG Walsum über seinen stellvertretenden Kapitän - mit einem Augenzwinkern, versteht sich. Denn in Wahrheit schätzt er natürlich die Art, in der sich der seit drei Jahren für den deutschen Rollhockey-Rekordmeister spielende Italo-Argentinier bei den Roten Teufeln einbringt. Diese Kombination soll auch in der kommenden Saison in der Bundesliga Erfolg garantieren. Wie Sturla hat nämlich auch Szalek seinen Vertrag bei der RESG verlängert - zwei wichtige Signale nach dem Abgang von Leistungsträger Pedro Queiros zu Beginn der Woche. Dabei bedingte der eine Vorgang schon in gewisser Weise den anderen. Günther Szalek hatte in den vergangenen Wochen intern stets durchblicken lassen, dass er seine erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre in der Halle Beckersloh nur sinnvoll fortsetzen kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen - wenn also Leistungsträger gehalten werden können. Der Verlust von Pedro Queiros war in dieser Hinsicht kein Faktor, da beim Portugiesen private Gründe den Ausschlag für die Rückkehr in seine Heimat gaben. Die mussten nun auch bei Felipe Sturla berücksichtigt werden - allerdings in anderer Hinsicht. "Es geht bei solchen Dingen nicht immer ums Geld, sondern darum, dass man soziale Kompetenz zeigt", sagt Szalek. Sturla ist mit Frau und Nachwuchs in Duisburg heimisch geworden, das zweite Kind ist auf dem Weg - da muss eine Absicherung dafür sorgen, dass er auf dem Parkett den Kopf frei hat. "Zum Glück haben wir dafür zusammen mit unserem Präsidenten Peter Hüsken eine tolle Lösung gefunden", so Szalek. In dessen Malerbetrieb ist Felipe Sturla angestellt. Von Thomas Kristaniak

Naturgemäß ist der Walsumer Trainer froh, nicht einen weiteren Mosaikstein seines Teams ersetzen zu müssen: "Der Abgang von Pedro tut uns schon sehr weh. Umso wichtiger ist es für die Gesamtentwicklung der Mannschaft, dass wir weiter mit einem bestehenden System, das ja erfolgreich war, arbeiten können." In dieses müsste dann eben noch ein Neuzugang integriert werden, um den sich Szalek weiter intensiv bemüht. Felipe Sturla wird übrigens ab dem 14. September "Rollhockey-Deutscher" und damit keinen Kontingentplatz mehr belegen. Somit wäre auch für eine Verstärkung aus dem Ausland die Tür offen. Im Kontext des Sturla-Verlängerung hat Günther Szalek auch seinen eigenen Verbleib verkündet - der für ihn nicht selbstverständlich war: "Ich will ja schließlich auch meinem eigenen hohen Anspruch gerecht werden." Der heißt: in der kommenden Saison im CERS-Cup noch weiter kommen und endlich einen Titel holen. Deshalb richtet Szalek eine klare Ansage an die Mitstreiter im Verein: "Jetzt muss noch mehr gearbeitet werden."

Quelle: RP
 
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