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Duisburg
St. Hildegardis als "Fairtrade-School" ausgezeichnet

Duisburg: St. Hildegardis als "Fairtrade-School" ausgezeichnet
Freude über die Auszeichnung als "Fairtrade-School" bei den Hildegardis-Schülerinnen. FOTO: apr/Bistum
Duisburg. Die Auszeichnung einer "Fairtrade-School" ist dem bischöflichen St. Hildegardis-Gymnasium in Duisburg verliehen worden. Das Zertifikat, das den Schülerinnen und Schülern des Fairtrade-Teams jetzt übergeben wurde, bescheinigt der Schule, das Thema "Gerechter Handel" im Schulalltag und im Unterricht umfangreich zu berücksichtigen. Das Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung des Welthandels, faire Bedingungen und Preise für Produzenten in den sogenannten Entwicklungsländern spielt in immer mehr Schulen eine Rolle: Das St. Hildegardis-Gymnasium ist die fünfte Duisburger Schule, die das Siegel führen darf. In Deutschland haben rund 600 Schulen einen Antrag beim Verein TransFair e.V. gestellt, der die Kampagne "Fairtrade-Schools" trägt - 366 dürfen den Titel bereits führen. Auch die Stadt Duisburg darf sich "Fairtrade-Town" nennen, weil in ihren öffentlichen Einrichtungen häufig fair gehandelte Produkte verwendet werden.

Vorab musste die St. Hildegardis-Schule einiges leisten: Bereits 2015 stellten die Schüler ihre Idee, fairen Handel zu unterstützen, in der Schulkonferenz vor. Sie erstellten einen von der Schulleiterin offiziell unterzeichneten Fairtrade-Kompass und legten dann los: Im Dezember gibt es fair gehandelte Schokoladen-Nikoläuse, im Lehrerzimmer nur noch Fair-Kaffee, neue Schüler erhalten ebensolche Stofftaschen mit Schullogo-Aufdruck, und im Erdkunde- und Spanischunterricht geht es um sozialverträglichen Tourismus und die soziale Entwicklung in Lateinamerika. "Wo kommt das Teil eigentlich her, und wie geht es den Menschen, die diese Waren herstellen?", diese Fragen müsse man sich beim Einkaufen stellen, sagte TransFair-Referentin Annika Patz, die der Schule die Auszeichnung überbrachte, und bescheinigte dem 20-köpfigen Fairtrade-Schulteam, tolle Aktionen gestartet zu haben. In zwei Jahren wird überprüft, ob die Schule die Kriterien für die Auszeichnung weiterhin erfüllt. Die Schüler sind hoch motiviert. Im Schulgottesdienst, der der Titelverleihung vorausging, bekannten sie: "Fairer Handel ist uns wichtig. Die gerechte Verteilung der Güter an alle Menschen ist das wichtigste Ziel von Politik und Wirtschaft."

Quelle: RP
 
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