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Neues Internetangebot
Stadtgeschichte auf einen Klick

Neues Internetangebot: Stadtgeschichte auf einen Klick
Der Corputius-Plan ist eine prägnante Darstellung Duisburger Stadtgeschichte. Im Portal kann er mit dem aktuellen Duisburg verglichen werden. FOTO: screenshot
Duisburg. Die Stadt hat ihr neues GEO-Portal mit historischen Details zur Stadt ins Internet gestellt. Von Tim Harpers

Stadtgeschichte einmal anders erleben - das will die Stadtverwaltung historisch-interessierten Bürgern mit einem neuen Internetangebot ermöglichen. Seit gestern ist das Historische GEO-Portal der Stadt Duisburg verfügbar. Dabei handelt es sich um eine Internetanwendung, die Hobbyhistorikern den Weg ebnet, die Stadtentwicklung seit dem 18. Jahrhundert auf digitalem Wege nachzuvollziehen.

Bauamt und Stadtarchiv haben in der Web-Anwendung historische Stadtpläne, Luftbilder und ein Verzeichnis historischer Straßennamen zusammengetragen. Damit lässt sich unter anderem herausfinden, seit wann eine bestimmte Straße existiert und wie sich bestimmte Stadtteile im Laufe der Zeit entwickelt und verändert haben.

Das Portal basiert auf einer Kartenanwendung, in der Nutzer aktuelle und historische Stadtpläne sowie Luftbildaufnahmen und Informationen über Eingemeindungen oder Straßenzüge übereinanderblenden können, um Entwicklungen nachzuvollziehen. "Wir sehen in dem historischen Portal ein großes Potenzial", sagt Andreas Pilger, Leiter des Stadtarchivs. "Vor allem für den pädagogischen Bereich. Mit Hilfe der Kartenfunktion lassen sich Veränderungen im Stadtbild einfach und anschaulich darstellen und vermitteln."

Bisher konnten Bürger nur persönlich bei der Stadt anfragen, um zu ermitteln, welche historischen Karten vorhanden sind und herausgegeben werden können. "Dieses Verfahren wird durch das Geo-Portal vereinfacht", erläutert Detlef Weyand, Abteilungsleiter Vermessung, Kataster und Geoinformation beim Bauamt. "Das verfügbare Kartenmaterial ist über das GEO-Portal nun frei zugänglich. Und über die in die Anwendung implementierte Druck-Funktion können ganze Kartenbereiche einfach ausgedruckt werden." Darüber hinaus soll es aber auch weiterhin möglich sein, Daten direkt beim Amt für Baurecht und Bauberatung anzufordern und großformatig ausdrucken zu lassen.

Neben dem Kartenangebot gibt es eine historische Übersicht zu Duisburgs Eingemeindungen und zu den Duisburger Straßennamen. Dafür wurden Straßenachsen mit Einträgen aus der amtlichen Hausnummerndatenbank, Hinweisen aus der Buchreihe Duisburger Forschungen sowie Inhalten aus den Akten für Straßenbenennungen zusammengeführt. Durch einen Klick auf eine dieser Straßenachsen erhalten die Nutzer Informationen über das Alter sowie über die Entwicklung der Straße und ihres Namens.

Obwohl das GEO-Portal nun erreichbar ist, ist die Entwicklung der Anwendung noch lange nicht abgeschlossen. "Wir sehen da noch diverse Möglichkeiten, die wir gerne ausschöpfen wollen", sagt Stadtarchivar Pilger. "Neben weiterem Kartenmaterial wollen wir den Bürgern über das Portal in Zukunft auch historisches Bildmaterial zu markanten Punkten im Stadtgebiet zur Verfügung stellen." Außerdem sei es denkbar, Ausstellungen über das GEO-Portal zu begleiten. "Ich denke da zum Beispiel an unsere Ausstellung zu jüdischen Geschäften aus dem vergangenen Jahr. Wir werden die Standorte dieser Geschäfte in die digitalen Karten auf der Website einpflegen und mit Informationen und Bildmaterial versehen."

Das GEO-Portal der Stadt Duisburg ist ab sofort unter http://geoportal.duisburg.de/mapapps/resources/apps/Historisches_Portal/index.html?lang=de&preview=true erreichbar. Gestern kam es allerdings noch zu technischen Problemen in der Darstellung.

Quelle: RP
 
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