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Ehemalige Frau-Rat-Goethe-Schülerinnen
60 Jahre nach dem Abitur

Duisburg. Am 18. März 1956 feierten 18 Schülerinnen der Oberprima A der Frau-Rat-Goethe-Schule in der neu erstellten Aula ihr bestandenes Abitur. 60 Jahre danach feierten in diesen Tagen zehn der ursprünglich 18 Schülerinnen noch einmal ihr Abitur im Café Museum. Vier leben leider nicht mehr, und weitere vier konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht an dem Treffen teilnehmen. Aber die übrigen hatten keine Reisemühen gescheut: Sie waren sogar aus Kanada und England angereist.

Der Zusammenhalt der Klasse, eine reine Mädchenklasse, war niemals wirklich abgebrochen. Da tauchten noch manche Erinnerungen auf: zum Beispiel an die Schule an der Landgerichtsstraße gegenüber dem Gefängnis, das inzwischen abgerissen worden ist. Die "Knackis" winkten aus ihren vergitterten Fenstern herüber, "wenn wir uns mal am Fenster blicken ließen", so die ehemaligen Schülerinnen. Das Abitur unterschied sich erheblich von dem heutigen: In jedem Fach musste mit einer Prüfung gerechnet werden.

Das Sportabitur hatten die Damen schon schon vorher abgelegt. Eine von ihnen kam peinlicherweise in Geschichte dran. Der Geschichtslehrer hatte offenbar doch gemerkt, "dass wir unter der Bank Skat gespielt hatten". Die meist gegebene Zensur war "Ausreichend". Bei einem "Befriedigend" war man schon sehr stolz, ein "Gut" war eine Traumzensur und ein "Sehr gut" war nur in Fächern wie Kunst oder Musik zu ergattern.

Quelle: RP
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