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Tiere
Asyl für ein Kamerun-Schaf

Duisburg. Magret Haseke, die Leiterin des AWO-Ingenhammshofs, staunte nicht schlecht: Früh morgens stand ein Kamerun-Schaf auf der Wiese. Klein und mit braunem Kurzhaar-Fell. Bevor sich aufklärte, wie das Tier auf den Lernbauernhof der Awo gekommen war, musste sich Margarete Haseke erst um eine Bleibe für den Neuzugang kümmern. Der Anruf beim Zoo, ob es vielleicht dort unterkommen könnte, brachte kein gutes Ergebnis: Als Futtertier hätte man es genommen. "Das wollten wir nicht", sagt die Stadtbäuerin.

Den kleinen Kerl als Frühstück für Löwen abgeben, das kam keinesfalls in Frage. Kurzerhand stellte sie das Schaf zu den Ziegen auf die Weide. Die Mutterziege will den Mitesser auf der Wiese als Spielkameraden für ihre gerade geborenen Jungen noch nicht akzeptieren. Fremde haben es offenbar auch im Tierreich nicht leicht. "Aber das kriegen schon hin", sagt Margarete Haseke. Die Polizei kam auf den Hof und bat offiziell um Asyl für das Kamerun-Schaf, was sie nachts in Meiderich einsam auf der Straße entdeckt hatten.

Auf dem Hof kümmert sich das Team um Esel, Hühner, Pferde, Kühe und Ziegen. Die Polizei fahndet nach einem Schaf-Besitzer ohne Schaf. Derweil genießt der Gast sein Asyl auf dem Lernbauernhof. Und wenn die Polizei die Ermittlungen ergebnislos einstellen muss, dann darf das "Braunhaar" auf dem Hof bleiben, sagt Margarete Haseke. Platz gibt es im kleinen Stall bei den Ziegen.

Quelle: RP
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