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Rekordtag Im Bethesda Krankenhaus
Zehn Geburten am Ersten des zehnten Monats

Duisburg. Die Ärzte und Hebammen im Kreißsaal des Bethesda Krankenhauses hatten keine Zeit zum Verschnaufen: Innerhalb von neun Stunden erblickten am Donnerstag gleich zehn Babys das Licht der Welt. Das Wichtigste: Alle Mütter und Kinder sind wohlauf.

Der Tag hatte relativ ruhig begonnen, als um 4.51 Uhr die kleine Mershia das Licht der Welt erblickte. Auch die anderen Säuglinge ließen nicht lange auf sich warten: Die zehn frischen Erdenbürger sorgten für einige Turbulenzen in den vier Kreißsälen. Nach und nach kamen Liya, Mina, Elisa, Emil, Alia, Minha und Miral zur Welt.

"Zwei der zehn neuen Erdenbürger haben noch keinen Namen. Die Eltern konnten sich noch nicht für einen Namen entscheiden. Doch die Hauptsache ist, dass alle gesund und munter sind", sagt Sina Breuer, zuständige Kreißsaalleiterin.

Nicht nur die Eltern waren stolz auf ihren Nachwuchs. Auch die Mitarbeiter der Frauenklinik freuten sich über den Baby-Boom zu Beginn des zehnten Monats. "Zehn Babys an einem Tag ist auch für uns eine Besonderheit und wirklich selten. Zumal nur eine Geburt ein geplanter Kaiserschnitt war", sagt Breuer. "Natürlich hätten wir uns hin und wieder etwas mehr Ruhe für jede einzelne Geburt gewünscht."

Doch im Kreißsaal sei das Team bestens auf diese außergewöhnlichen Situationen vorbereitet gewesen. Die Hebammen und Ärzte hätten Hand in Hand gearbeitet, um alle Schwangeren individuell zu betreuen. "Dies ist unser alltäglicher Grundsatz."

Bislang lag der Geburtenrekord bei neun Kindern am Tag: Am 9. September 2013 waren so viele Kinder gleichzeitig zur Welt gekommen.

Um die zehn neuen Babys zu betreuen, arbeiteten jeweils zwei diensthabenden Hebammen, zwei Hebammenschülerinnen, zwei Assistenzärzte und ein Oberarzt in jeder Schicht für den Kreißsaal. "Alles ist top gelaufen, der Vorteil unseres Hauses ist, dass wir flexibel auf solche Situationen reagieren können", sagt Chefarzt Hans-Joachim Muhs. "Das ist einfach sensationell und freut uns riesig." Er habe schon überlegt, was für ein Ereignis wohl vor neun Monaten für diese Häufung an Geburten gesorgt haben könnte. Der Blick in den Kalender zeigt: Vor neun Monaten feierten alle in das neue Jahr 2015 und haben jetzt wohl das größte Geschenk des Jahres im Arm.

Die Mütter und ihre Kinder haben die Geburt gut überstanden. Emils Mutter, Inga Kox, hat zum zweiten Mal im Bethesda entbunden. Als sie mittags mit ihrem Mann ankam, merkten die beiden schon, dass der Andrang groß war. Sie konnten nicht direkt in einen Kreißsaal und mussten zwischendurch die Räume wechseln. "Das war aber nicht schlimm. In der gesamten Zeit haben sich die Hebammen liebevoll um uns gekümmert. Und waren dann alle präsent, als es richtig losging", sagt Kox. "Wie beim ersten Mal fühlten wir uns rund um gut versorgt. Den Stress, den die Hebammen an diesem Tag hatten, war bei uns Müttern nicht zu spüren."

Quelle: RP
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