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Duisburg
Stadtreinigung ist Dauerthema

Duisburg: Stadtreinigung ist Dauerthema
Die Wirtschaftsbetriebe setzen große und kleine Kehrmaschinen ein. In diesen Tagen ist bei der Straßenreinigung besonders viel zu tun. FOTO: Wirtschaftsbetriebe
Duisburg. Die Wirtschaftsbetriebe sorgen das ganze Jahr über für die Reinigung von Straßen und Gehwegen. Doch auch Anwohner haben dafür zu sorgen, dass der Gehweg vor ihrem Haus frei von Schmutz, Laub oder Schnee ist. Von Jan Luhrenberg

Im Herbst haben die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe viel zu tun. Das viele Laub muss von Straßen und Gehwegen beseitigt werden. Doch die Straßen- und Gehwegreinigung ist ein Thema, das über das ganze Jahr hohe Priorität hat. Zur Straßenreinigung gehört die Entfernung aller Verunreinigungen von Straßen und Gehwegen, die die Hygiene oder das Stadtbild beeinträchtigen oder eine Gefährdung des Verkehrs darstellen. "Von diesen Maßnahmen sind alle Straßen im Stadtgebiet betroffen", sagt Silke Kersken von den Wirtschaftsbetrieben.

Ob und in welchem Umfang die Wirtschaftsbetriebe tätig werden, hängt davon ab, in welcher Reinigungsklasse sich eine Straße befindet. Insgesamt gibt es elf solcher Klassen, angefangen von A bis I. Das Verkehrsaufkommen, die Art der Straße, die Bebauung und die Verschmutzung bestimmen dabei, in welche Klasse eine Straße fällt. Private Straßen, auf denen wenig Autos fahren, fallen zum Beispiel in die Kategorie A. Fahren viele Autos auf einer Straße und ist die Straße schmutziger, dann kommt sie in eine höhere Reinigungsklasse.

FOTO: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

"Die Reinigungsklasse bestimmt, wer für die Straßenreinigung zuständig ist", erklärt Kersken. Nahezu alle Fahrbahnen werden von den Wirtschaftsbetrieben übernommen, die die Straßen mit Kehrmaschinen durchfahren. Wie oft Mitarbeiter in der Woche ausrücken, hängt wiederum davon ab, in welcher Klasse sich die Straße befindet - höchstens reinigen die Wirtschaftsbetriebe eine Fahrbahn vier Mal in der Woche, mindestens ein Mal. Anlieger, die in einer Privatstraße mit wenig Verkehrsaufkommen wohnen, fallen in die Klasse A und sorgen selbst für die Reinigung der Fahrbahn.

Bei der Reinigung der Gehwege müssen Anlieger in fünf von elf Reinigungsklassen häufiger selbst dafür sorgen, dass alles sauber ist. In höheren Klassen ist es sogar notwendig, dass Anwohner den Gehweg zwei oder drei Mal in der Woche reinigen. Kommt ein Anlieger dieser Pflicht nicht nach, drohen ihm im schlimmsten Fall Geldbußen in Höhe von 500 Euro. Die Wirtschaftsbetriebe sehen von einer strengen Handhabe aber ab: "Bevor wir eine Geldstrafe aussprechen, informieren wir den Hauseigentümer zunächst schriftlich und fordern ihn auf, für die Reinigung zu sorgen", sagt Kersken.

FOTO: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Die Wirtschaftbetriebe übernehmen die Reinigung der Gehwege in den Reinigungsklassen C, E, F und G, dann aber bis zu drei Mal in der Woche. Gehwege werden von Mitarbeitern der Wirtschaftsbetreibe manuell mit einem Besen abgekehrt. Die Klassen H und I sind zusätzlich explizit auf die Reinigung von Gehwegen ausgelegt, entweder ein oder zwei Mal wöchentlich. Eine Reinigung der Fahrbahn findet in diesen Klassen nicht statt.

Immer wenn die Wirtschaftsbetriebe für Straßen oder Gehwege zuständig sind, fallen für die Anwohner Kosten an. Diese werden jährlich erhoben und richten sich einerseits nach der Reinigungsklasse und anderseits nach der Größe des Grundstücks.

Dazu ein Rechenbeispiel: Ein Anwohner, dessen Straße in die Klasse B fällt und dessen Grundstück eine Länge von zehn Metern hat, zahlt drei Euro pro Quadratmeter - das entspricht 30 Euro Reinigungsgebühren im Jahr. Dafür reinigen die Wirtschaftsbetriebe einmal in der Woche die Fahrbahn, für die Gehwege kommen die Anwohner selbst auf.

Die teuersten Gebühren fallen in Klasse G an. Die Anwohner zahlen 25,40 Euro pro Meter, die Leistungen der Wirtschaftsbetriebe sind dann aber auch enorm - Mitarbeiter reinigen die Fahrbahn vier Mal und den Gehweg drei Mal in der Woche. In den kommenden Wintermonaten wird die Reinigung durch den Winterdienst ersetzt.

Ab Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgen die Wirtschaftsbetriebe dafür, dass Schnee geräumt wird und die Fahrbahnen an gefährlichen und verkehrswichtigen Stellen bestreut werden. "Die Reinigung fällt dann weg, weil sie im Winter wetterbedingt nicht durchgeführt werden kann und der Winterdienst oberste Priorität hat", sagt Kersken.

Alle Informationen rund um das Thema Straßenreinigung und Winterdienst, auch die Reinigungsklassen und Preise, finden Interessierte unter www.duisburg.de/micro2/wbd/geschaeftsfelder/stadtreinigung/stadtreinigung.php.

Quelle: RP
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