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Duisburg
Stadtsportbund intensiviert Integrationsarbeit

Duisburg: Stadtsportbund intensiviert Integrationsarbeit
Sarah Franke soll Flüchtlinge an die Sportangebote heranführen. FOTO: Reichwein
Duisburg. Die neue Mitarbeiterin im Bereich "Integration durch Sport" legt den Fokus auf die Kooperation mit Vereinen. Von Jan Luhrenberg

Der Stadtsportbund (SSB) hat seit dem 1. Juli eine neue Mitarbeiterin: Sarah Franke ist Fachkraft im Bereich "Integration durch Sport". Ein Angebot des Stadtsportbundes, das im Verein oberste Priorität genießt. "Mittel- und langfristig gilt es, die Integration voranzubringen, um Attacken wie solche in Bayern zu verhindern", sagt der Vorsitzende des SSB, der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff, "dazu ist der Breitensport prädestiniert." Sarah Franke ist eine von insgesamt 22 neuen Fachkräften, die im Bereich "Integration durch Sport" bundesweit eingestellt worden sind. Der 30-Jährigen kommen in Zukunft verschiedene Aufgaben zu, unter anderem die Beratung von Flüchtlingen rund um das Thema Sport sowie der Kontakt zu Sportvereinen, die sich integrativ betätigen. "Die neue Stelle ist ein qualitativer Sprung für uns", erklärt Bischoff in der Hoffnung, die Integrationsarbeit intensivieren zu können.

Die Arbeit mit Flüchtlingen ist der gebürtigen Kaarsterin schon von ihrem vorherigen Arbeitsplatz bekannt. "Während meiner zehn Jahre als Fitnesstrainerin bin ich häufig mit Flüchtlingen in Kontakt gekommen", so Franke. Theoretisches Wissen für ihre neue Arbeitsstelle erhält sie an der Universität Wuppertal, wo sie Sportwissenschaft und Pädagogik studiert und nun kurz vor dem Abschluss steht.

In Zukunft möchte der Stadtsportbund verstärkt in Kooperationen mit umliegenden Sportvereinen treten, um Angebote für Ausländer zu schaffen. Ein Projekt ist mit Hilfe des Bundesfreiwilligendienstes schon realisiert worden: Zweimal pro Woche hält ein Sportmobil an der Flüchtlingsunterkunft an der Viktoriastraße in Hamborn. Beladen mit allerlei Sportgerät, können Flüchtlingskinder für zwei Stunden Sport treiben.

Quelle: RP
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