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Duisburg
Stolz auf den Kleinen

Duisburg. Im Zoo Duisburg gibt es eine Riesen(otter)sensation. Das Riesenotter-Pärchen Maldito und Amana bekam putzmunteren Nachwuchs. Eine Seltenheit! Von Jessica Narloch

Einen großen Auftritt wollte das Riesenotter-Junge offenbar hinlegen, als es gestern zum ersten Mal im Duisburger Zoo der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der kleine Nachwuchs machte es spannend: Erst eine Nase, dann ein Schwanz, dann wieder eine Nase. Gut zehn Minuten nach Fütterungsbeginn ließ sich das Kleine dann doch dazu hinreißen, seinen Bau zu verlassen und tapste unbeholfen ins Gehege. Kaum im Rampenlicht, quetschten sich seine Fans schon ihre Nasen an der Scheibe platt.

Wie ein Wunder

"Das Jungtier ist wirklich etwas ganz besonderes", erklärt Reviertierpfleger Uli Kluckner voller Stolz. "Es kam bereits am 14. Dezember vorigen Jahres zur Welt. Wir gehören damit zu einem von vier Zoos in Europa, denen eine Nachzucht gelungen ist." Dass dies überhaupt klappte, ist für die Pfleger ein kleines Wunder. "Riesenotter zu züchten ist äußerst schwierig, da die Tiere viel Ruhe brauchen und sehr störanfällig sind", so Kluckner.

Vor zwei Jahren kamen die Riesenottereltern, der dreijährige Maldito und die fünfjährige Amana nach Duisburg und waren auf Anhieb voneinander begeistert. Die Tiere zogen während des Umbaus des Aussengeheges ein und fühlten sich trotz des Baulärms sofort pudelwohl. "Sie haben sich schnell an die Duisburger Atmosphäre gewöhnt, die ja nun mal etwas lauter ist", sagt Kluckner. Der gelassenen Art seiner Eltern und der guten Duisburger Pflege hat es das kleine Riesenotterjunge also zu verdanken, dass er trotz aller Widrigkeiten bald vier Monate alt wird. "Wir hatten Glück, zwei so tolle Tiere zu bekommen, die so gut miteinander klar kommen. Auch mit dem Kleinen kuscheln sie ständig und sind manchmal sogar etwas überfürsorglich", sagt der Reviertierpfleger.

Noch namenlos

Ob es eine kleine Riesenotterdame oder ein Männchen ist, das wissen auch die Pfleger nicht, da die äußeren Geschlechtsmerkmale noch nicht erkennbar sind. Gehen sie nach dem Verhalten des Kleinen, so schätzen sie, dass es sich um einen männlichen Stammhalter handelt. Bis das sicher ist wartet man am Kaiserberg noch mit der Namensvergabe. Doch Kluckner verrät: "Wir haben schon zwei Namen in der engeren Auswahl." Jetzt hoffen Zoo und Pfleger auf noch mehr Nachwuchs in der Zukunft.

Quelle: RP
 
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